Tod von Kita-Kind in Berlin: Familie findet deutliche Worte

„Ein fröhliches Lachen ist verstummt“

Nach Tod von Kita-Kind in Berlin: Familie äußert sich


Aktualisiert am 22.01.2026 – 14:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Kita in Berlin-Niederschöneweide: Die Polizei leitete nach dem Unfall am Montag Ermittlungen ein. (Quelle: Britta Pedersen/dpa/dpa-bilder)

Der Tod des fünfjährigen Jannik F. belastet die Familie des Kindes schwer. Wenige Tage nach dem Unfall wenden sich die Angehörigen an die Öffentlichkeit.

Nach dem Tod von Jannik F. in einer Berliner Kita am Montag hat die Familie des Kindes angefangen, Spenden zu sammeln. Auf der Onlineplattform GoFundMe veröffentlichten die angeblichen Onkel des Kindes, Andreas und Phillip F., zwei Spendenaufrufe. Phillip F. erklärt: Nicht nur „die unendliche Trauer“ belaste die Familie sehr, sondern auch „die Kosten für eine würdige Beerdigung und einen liebevollen Abschied.“

Jannik F. war am Montag in einer Kita im Berliner Stadtteil Niederschöneweide bei einem Unfall von einer Tür erschlagen worden. Trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen starb der fünfjährige Junge noch vor Ort.

Der Unfall habe das Leben der Familie für immer verändert, so Phillip F. Der Tod von Jannik sei ein unfassbarer Verlust. „Ein fröhliches Kinderlachen ist verstummt. Ein viel zu kurzes Leben wurde jäh aus dem Alltag gerissen“, erklärte er. Und weiter: „Zurück bleiben Leere, Fassungslosigkeit und ein Schmerz, der jede Sekunde spürbar ist.“

Hinzu kämen allerdings auch die finanziellen Herausforderungen, die sich durch den Unfalltod ergeben. Die Familie sei bemüht, dem Jungen „einen Abschied zu schenken, der seiner Liebe, seinem Lachen und seinem Platz in unserem Leben gerecht wird“, so der Angehörige des Kindes. Doch die Kosten dafür seien hoch. Die Familie hoffe deshalb auf Unterstützung für die Beerdigung, die Trauerfeier, aber auch für die Angehörigen selbst. Geplant sei, der Familie, insbesondere dem Vater und den Geschwistern von Jannik, einen Urlaub zu finanzieren, um den Verlust besser verarbeiten zu können, ergänzte Andreas F. in seinem Spendenaufruf.

Der Aufruf für die Familie fand in nur zwei Tagen großen Zuspruch. Insgesamt wurden schon über 35.000 Euro gespendet. Während sich die meisten Spenden zwischen fünf und 50 Euro bewegen, gibt es auch Menschen, die mehrere Hundert oder sogar mehrere Tausend Euro gespendet haben. Man sei von der Anteilnahme und der Spendenbereitschaft überwältigt, so die beiden Angehörigen des Kindes. Abschließend ergänzten sie: „Wir möchten uns dafür von ganzem Herzen bei Euch bedanken.“

Die Polizei hat nach dem Tod von Jannik F. Ermittlungen aufgenommen. Es soll geklärt werden, ob die Tür aufgrund eines Handhabungsfehlers oder eines technischen Defekts auf das Kind stürzte.

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