
Milliarden-Deal
Bericht: Bundeswehr bereitet Kauf von neuen Fregatten vor
21.01.2026 – 21:13 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Bundeswehr plant einen milliardenschweren Kauf von Meko A-200 Fregatten beim Konzern TKMS. Grund dafür sind Verzögerungen bei einem anderen Schiffsprojekt.
Die Bundeswehr bereitet Insidern zufolge den Kauf mehrerer Fregatten des Typs Meko A-200 beim Werftenkonzern TKMS vor. Eine entsprechende Ankündigung für einen Vorvertrag habe das Parlament erreicht, sagten mit dem Vorhaben Vertraute am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach wird ein fester Kaufvertrag zudem in der Regierung vorbereitet. Zunächst hatte der Branchendienst „Hartpunkt“ berichtet.
Die Fregatten sind eine Alternative zum eigentlich geplanten Kauf von Schiffen der
Klasse F126, der sich seit Jahren verzögert. Der Haushaltsausschuss hatte bereits im vergangenen Jahr Ausgaben von 7,8 Milliarden Euro für eine Alternative zur F126 bewilligt. Das Verteidigungsministerium war zunächst nicht zu erreichen.
TKMS-Chef Oliver Burkhard hatte im
Reuters-Interview in dieser Woche gesagt: „Ich kann mir vorstellen, dass wir so eine Art Vorvertrag machen. Das heißt, wir fangen schon an, Dinge anzuarbeiten, und wenn der Vorvertrag ein gewisses Volumen hat, ist davon auszugehen, dass der dann auch in den Hauptvertrag überführt wird.“ Sein Eindruck sei, dass die Bundesregierung zweigleisig mit Blick auf die F126-Klasse fahre.
Den Insidern zufolge geht es mindestens um drei Schiffe, die je eine Milliarde Euro kosten würden. TKMS könne ein erstes, wie von der Marine gefordert, bis 2029 ausliefern. Weitere könnten im Abstand von weniger als einem Jahr folgen. Die Meko hatte TKMS bereits Australien angeboten und entsprechende Vorbereitungen getroffen. Letztlich erhielt das Unternehmen nicht den Zuschlag.