
Unterkunft, Anreise, Pflege
So klappt der Winterurlaub mit Hund reibungslos
19.01.2026 – 12:10 UhrLesedauer: 5 Min.
Winterurlaub geht auch mit Hund, doch nicht alle Vierbeiner sind wintertauglich. Experten geben Tipps zu Unterkunft, Ausrüstung und Pflege.
Die einen lieben Schnee, Ski und Winterwanderungen, die anderen verbringen die kalten Monate lieber am Strand in der Sonne. Genauso wie bei Menschen gibt es auch bei Hunden Wintermuffel und echte Outdoor-Enthusiasten, die es auch bei Minusgraden nicht erwarten können, nach draußen zu kommen.
Ob es eine gute Idee ist, mit dem Hund in den Winterurlaub zu fahren, kommt also darauf an, sagt Ursula von Einem, Sprecherin des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte. So gibt es Rassen, die quasi für Eis und Schnee geschaffen sind, etwa sämtliche Schlittenhunderassen wie Huskys, die sich in der Kälte richtig wohlfühlen.
„Aber es gibt auch Rassen, die deutlich weniger Unterwolle haben und sowieso nicht die Draußen-Hunde sind“, sagt von Einem. Chihuahuas zum Beispiel frieren einfach schneller, weil sie so klein und zart sind. Sie kuscheln sich lieber in eine warme Decke ein, als über den eisigen Boden zu trippeln.
Wer jedoch – ebenso wie sein Vierbeiner – auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die Bewegung an der frischen Luft genießt, der kann guten Gewissens einen Winter- oder Skiurlaub buchen.
Experten empfehlen, dabei besonderen Wert auf das richtige Quartier zu legen, sowohl hinsichtlich der Lage als auch der Ausstattung. Reisekaufmann Tommy Kaupert aus Unterfranken, der auf Urlaub mit Hund spezialisiert ist, sagt: „Gerade, wenn man Ski fahren möchte, ist es super wichtig, sich eine Unterkunft nahe an der Piste zu suchen.“
Will man ohne vierbeinige Begleitung mehrere Stunden am Tag auf der Piste verbringen, sollte es die Möglichkeit geben, in der Mittagspause schnell mal zur Unterkunft zu gehen oder zumindest eine kleine Gassirunde einzulegen. „Wenn man dazu erst noch lange mit der Gondel oder dem Skibus fahren müsste, hätte man viel Zeit verloren“, so Kaupert.
Den Hund während des Skifahrens einfach im Auto auf dem Parkplatz lassen? Das ist tabu, denn es ist gefährlich: „Da kann er sich stundenlang nicht bewegen und kühlt aus“, warnt Tierärztin Ursula von Einem.
Er selbst bevorzuge Unterkünfte, die man mit dem Auto erreichen kann, sagt Tommy Kaupert. Und wo im Notfall auch ein Tierarzt erreichbar ist, entweder direkt vor Ort oder spontan per Pkw.
Verträgt der Hund lange Autofahrten im Privat-Pkw nur schwer, ist vielleicht eine organisierte Busreise mit anderen Hundefreunden eine gute Alternative. Das kann die Fahrt nicht nur für Zweibeiner, sondern auch für ihre tierische Begleitung entspannter machen.