Generell sehen die Experten Anzeichen zur Hoffnung: Der Wal wirke kräftiger – wahrscheinlich habe sich das Tier tagsüber erholen können. In der Pressemitteilung der Experten heißt es: „Der Zustand des Wals ist besser als am Morgen und besser als gestern.“

Die Helfer sind auf wieder abgedreht – die erneute Rettungsaktion des Buckelwals ist abgebrochen. Wie die „Bild“ berichtet, hatten sie zuvor das gestrandete Tier in Booten umrundet und versucht, mit Paddelschlägen zum Losschwimmen zu animieren. Der Wal habe allerdings nicht reagiert.

Helfer haben eine neue Rettungsaktion des vor der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals gestartet. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, nähern sich dem Tier langsam zwei Boote. Der Plan der Umweltschützer ist demnach, mit einem Paddeln auf das Wasser neben dem Tier zu schlagen. So soll der Wal zum Losschwimmen motiviert werden.

Laut dem wissenschaftlichen Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkhard Baschek, wird es ernst: „Heute wird ein entscheidender Tag“, sagte er bei der Pressekonferenz von Umweltminister Backhaus. In den kommenden Stunden steige das Wasser, bis um 18 Uhr um etwa 30 Zentimeter. Dann wolle man das Tier noch einmal untersuchen und dabei auch die Netzreste, die es im Maul hat, begutachten. Anschließend werde man wohl noch einmal versuchen, den Wal zum Losschwimmen zu animieren.

Wenn das nicht gelinge, müsse man die Lage neu bewerten. Er wolle ausdrücklich nicht von einem letzten Versuch sprechen, aber alle Rettungsversuche würden für den Wal Stress bedeuten, sagte Baschek. Die Entscheidungsfindung sei immer eine Abwägung. Im Raum stehe die Frage, wann es an der Zeit sei, dem Wal Ruhe zu geben, dass er sterben kann. „Das sind Gedankenspiele, die wir durchspielen.“ Heute Abend wisse man mehr. Sollte das Tier sterben, würde sich das Museum auch um den Abtransport kümmern.

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