Thrombozytopenie: Symptome, Ursachen, Blutwerte

Während einer Schwangerschaft kann es vorübergehend zu einer leichten Thrombozytopenie kommen. Kurz vor der Geburt baut der Körper vermehrt Blutplättchen ab. Dies macht sich in der Regel jedoch nicht durch Beschwerden bemerkbar.

Ob ein Mangel an Thrombozyten besteht, lässt sich mit einer Blutuntersuchung herausfinden. Häufig sind zu niedrige Werte ein Zufallsbefund bei einem kleinen Blutbild, das aus anderen Gründen veranlasst wurde.

Laut Definition liegt eine Thrombozytopenie vor, wenn im Blut weniger als 150.000 Blutplättchen pro Mikroliter vorkommen. Als normal gelten Werte zwischen 140.000 und 450.000 Blutplättchen pro Mikroliter.

Je nach Grund der Blutuntersuchung nimmt der Arzt möglicherweise weitere Tests vor, etwa eine körperliche Untersuchung, veranlasst Röntgenbilder oder nimmt eine Ultraschalluntersuchung vor. Gegebenenfalls erfolgen weitere Blutuntersuchungen bei einem Facharzt für Innere Medizin oder Hämatologie.

Bei einem Blutplättchenmangel richtet sich die Therapie vor allem nach der jeweiligen Ursache, den Thrombozyten-Werten und nach der Dringlichkeit. Nicht immer ist eine Behandlung erforderlich.

Handelt es sich nur um eine leichte Thrombozytopenie, genügt es häufig, die Werte zu beobachten. Hängt eine Thrombozytopenie mit einem Infekt zusammen, bessern sich die Blutwerte oftmals rasch von selbst, sobald dieser ausgeheilt ist. Kommt es im Verlauf einer Schwangerschaft zu einem Mangel an Blutplättchen, steigen die Werte nach der Geburt allmählich wieder an.

Lösen Medikamente eine Thrombozytopenie aus, sollten sie in Rücksprache mit dem Arzt entweder abgesetzt oder gegen andere Präparate ausgetauscht werden.

Kommt es zu niedrigen Thrombozyten-Werten, weil das Immunsystem gesunde Blutplättchen angreift, können Glukokortikoide („Kortison“) zum Einsatz kommen.

Entsteht der Mangel an Blutplättchen, weil die Milz sie vermehrt abbaut, kann es nötig sein, das Organ operativ zu entfernen.

Liegt eine schwere Thrombozytopenie vor und besteht akute Blutungsgefahr, bekommen Betroffene Thrombozyten als Transfusion über eine Vene verabreicht.

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