Wegen Neuer-Rückkehr
Thomas Müller kritisiert Nagelsmann
Aktualisiert am 09.06.2026 – 13:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Thomas Müller stellt sich hinter Manuel Neuers Rückkehr ins DFB-Tor, übt aber Kritik an Bundestrainer Nagelsmann. Wie er die Rolle von Ersatzkeeper Baumann bewertet, überrascht.
Ex-Nationalspieler Thomas Müller hat das Comeback von Manuel Neuer im DFB-Tor grundsätzlich verteidigt. Die Art, wie Bundestrainer Julian Nagelsmann die Entscheidung kommuniziert hat, kritisiert er jedoch deutlich. Im ran-Interview sagte der 36-Jährige: „Die Diskussion wurde natürlich heiß gekocht, weil sie kommunikativ fragwürdig war. Aber sportinhaltlich ist sie für mich nachvollziehbar.“
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Laut Müller ist das „aber keine Degradierung von Oliver Baumann. Sondern er muss ready sein und uns helfen, wenn wir ihn brauchen.“ Zum 40-jährigen Neuer sagte Müller: „Was Manu so auszeichnet, ist einfach dieses Stellungsspiel, seine Beinarbeit und wie er sich positioniert. Gerade im Rückspiel gegen Paris hat er zwei-, dreimal super pariert. Und das zeigt schon, dass er, wenn er sich körperlich gut fühlt, aus meiner Sicht einfach die beste Figur im Tor macht.“
„Wenn Manu nicht kann, dann ist er da“
Müller sieht Baumann trotzdem annähernd auf Augenhöhe mit Neuer. „Wir reden aber über Nuancen und auch über ein Gefühl. Und deswegen brauchen wir uns gar keine Sorgen machen“, so Müller weiter: „Denn wir haben es ja gesehen: Oli Baumann ist nicht nur von seinen Torwartfähigkeiten, sondern auch vom Kopf her so gut – wenn Manu nicht kann, dann ist er da.“
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Das von Nagelsmann ausgegebene Ziel, mit der deutschen Nationalelf Weltmeister zu werden, sieht Müller unterdessen entspannt. „An sich ist ja der Anspruch – um Deniz Undav zu zitieren – dass du zu einer WM fährst, um jedes Spiel zu gewinnen. Das heißt aber nicht automatisch, dass er sagen würde, dass er Deutschland jetzt als Favoriten sieht – und er hat Gründe dafür“, sagte Müller.
