
Für die Beschäftigten soll es nach Angaben des Unternehmens in der Regel weitergehen. „Die Mitarbeitenden in unseren Filialen müssen sich nicht um ihren Job sorgen“, erklärte der Konzern dem WDR. Wegen des dichten Filialnetzes gebe es für Mitarbeiter geschlossener Standorte „in der Regel“ Möglichkeiten, an anderer Stelle im Unternehmen weiterzuarbeiten. Welche konkreten Filialen betroffen sind, nannte Kik zunächst nicht.
Wie stark der wirtschaftliche Druck ist, lässt sich nur eingeschränkt beurteilen. Kik beschäftigt nach früheren Angaben rund 32.000 Menschen, etwa 19.000 davon in Deutschland. Im zuletzt veröffentlichten Konzernabschluss für 2023 wies die Muttergesellschaft Tengelmann für Kik einen Umsatz von rund 2,43 Milliarden Euro aus. Zum Gewinn machte der Konzern keine Angaben. Für 2025 sprach das Unternehmen von einem „Jahr der Bereinigung“ und einem leicht gestiegenen Umsatz von 2,430 Milliarden Euro.
Der Schritt passt in eine angespannte Lage der Modebranche. Nach Angaben des Handelsverbands Textil Schuhe und Lederwaren (BTE) schrieb 2025 jeder zweite Bekleidungshändler operativ rote Zahlen. Preisbereinigt ging der Umsatz zurück, während der Onlineanteil auf über 40 Prozent stieg. Viele Kunden halten sich beim Kauf von Kleidung zurück. Laut einer aktuellen Umfrage wollen 45 Prozent in nächster Zeit weniger Geld für Mode ausgeben.