Tarifstreit bei der Telekom
Hamburger Beschäftigte legen die Arbeit nieder
28.04.2026 – 03:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach einer enttäuschenden Tarifrunde eskaliert der Streit bei der Telekom. Hamburger Beschäftigte sollen bereits ab Dienstag die Arbeit niederlegen.
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Deutschen Telekom in Hamburg für diesen Dienstag zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen. Damit eskaliert der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft und dem Telekommunikationskonzern in dieser Woche.
Verdi begründete den Schritt mit dem Verlauf der bisherigen Verhandlungen. Nach einer „enttäuschenden zweiten Verhandlungsrunde“ sehe man keine andere Wahl als den Arbeitskampf, hieß es aus Berlin. Hamburg ist Teil der ersten Streikwelle: Zusammen mit Beschäftigten aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg werden die Hamburger Telekom-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter als erstes zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Weitere Standorte sollen im Laufe der Woche folgen.
Welche konkreten Bereiche des Konzerns in Hamburg vom Ausstand betroffen sein werden und welche Auswirkungen dies möglicherweise auf Kunden hat, ließ Verdi auf Anfrage zunächst offen.
Hintergrund des Konflikts sind die laufenden Tarifverhandlungen für bundesweit rund 60.000 Beschäftigte. Verdi fordert eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten sowie einen Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich. Der Telekom-Konzern in Deutschland setzt sich den Gewerkschaftsangaben zufolge aus 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen zusammen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge war bis zum 31. März 2026 befristet. Vor der aktuellen Tarifrunde hatten beide Seiten gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften vereinbart.
