Tausende demonstrieren in Berlin für Freiheit im Iran

Demonstration

Tausende demonstrieren in Berlin für Freiheit im Iran

Aktualisiert am 07.02.2026 – 15:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Tausende Menschen demonstrieren vor dem Brandenburger Tor für Freiheit im Iran. (Quelle: Ole Rockrohr/dpa/dpa-bilder)

Sie wollen den Menschen im Iran eine Stimme verleihen. Zahlreiche Organisationen und politische Persönlichkeiten versammeln sich am Brandenburger Tor. Etliche bangen um Angehörige in der Heimat.

Tausende Menschen demonstrieren in Berlin gegen die autoritäre Regierung in Teheran und für Solidarität mit den Menschen im Iran. Zu der Kundgebung „Freiheit für Iran“ hat unter anderem der Verein Exil-iranische Gesellschaft in Berlin aufgerufen. Rund 340 internationale Organisationen sowie politische Persönlichkeiten unterstützen die Demonstration, zu der in sozialen Medien, mit Flugzetteln und großen Anzeigen in einigen Zeitungen aufgerufen wurde.

Zum Auftakt der Veranstaltung versammelten sich laut Polizei etwa 8.000 Menschen. Weitere Demonstranten stießen aber noch hinzu, hieß es. Der Veranstalter rechnete mit 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Viele Menschen seien aber noch auf der Anreise, sagte ein Sprecher. So seien Flüge aus Schweden und Dänemark gestrichen worden. Die Menschen seien nun im Bus unterwegs. Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf. Sie begleitete die Versammlung nach eigenen Angaben mit rund 380 Kräften.

Laut Veranstalter gehörten zu den Demonstranten viele Angehörige von Menschen, die während der jüngsten Proteste im Iran getötet oder festgenommen wurden. Viele schwenkten iranische Fahnen. Auch Fotos von der Präsidentin des im Iran verbotenen Nationalen Widerstandsrates (NWRI), Maryam Rajavi, wurden hochgehalten. Manche Menschen trugen gelbe Westen mit dem Schriftzug „Free Iran“.

Rajavi sprach zu den Demonstrierenden in Berlin. Der frühere US-Außenminister Mike Pompeo sollte live zugeschaltet werden. Weitere Redner sollten der frühere Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) sowie die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sein.

Eine dramatische Wirtschaftskrise und sehr hohe Inflation hatten Ende Dezember Proteste im Iran ausgelöst. Die Demonstrationen entwickelten sich zu politischen Protesten gegen das autoritäre Herrschaftssystem. Sicherheitskräfte gingen gewaltsam vor. Iranische Menschenrechtsgruppen meldeten mehr als 3.400 Tote. Genaue Zahlen lassen sich wegen der Informationssperre kaum überprüfen.

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