Nach Vorwürfen gegen den Schauspieler

MDR prüft „Tatort“-Ausstrahlung mit Christian Ulmen


Aktualisiert am 20.03.2026 – 21:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Nora Tschirner und Christian Ulmen: Sie ermittelten gemeinsam im „Tatort“ aus Weimar. (Quelle: MDR/Anke Neugebauer)

Die Ereignisse im Fall „Fernandes gegen Ulmen“ überschlagen sich. Die Moderatorin hat ihren Ex-Mann angezeigt. Jetzt beratschlagt der MDR.

Von Dezember 2013 bis Januar 2021 ermittelte Christian Ulmen im „Tatort“ aus Weimar. Als Kommissar Lessing stand er in dieser Zeit in elf Folgen vor der Kamera. 2017 erschien die Episode „Der scheidende Schupo“. Genau diese soll laut Programmplan des MDR am 15. April um 22.10 Uhr auf dem Sender wiederholt werden. Aktuell ist unklar, ob es bei dieser Programmierung bleibt.

Am Donnerstag berichtete das „Spiegel“-Magazin über Vorwürfe, die Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann erhoben hat. Fernandes spricht unter anderem von „virtueller Vergewaltigung“. Zu den weiteren aufgeführten Delikten gehörten demnach: Anmaßung des Personenstands, öffentliche Beleidigung, Offenlegung von Geheimnissen, wiederholte Körperverletzung im familiären Näheverhältnis und schwere Bedrohung.

Nun meldet sich der MDR zu den Ereignissen. Auf Anfrage von t-online schrieb eine Sprecherin des MDR: „Wir haben uns mit den öffentlich gewordenen Vorwürfen rund um Christian Ulmen befasst und ihn angesichts der Tragweite um eine Stellungnahme gebeten. Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen und behalten uns weitere Schritte vor.“

Wenige Stunden nach Veröffentlichung des Berichts reagierte die Versandapotheke Shop Apotheke auf eine Anfrage des Senders RTL: „Aus gegebenem Anlass werden wir die Werbung mit den betroffenen Personen vorerst aussetzen.“ Zu privaten Angelegenheiten seiner Werbegesichter wolle man sich nicht äußern.

t-online hat Christian Ulmen sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe um eine Stellungnahme gebeten. Diese blieb unbeantwortet. Der Schauspieler selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sein Rechtsbeistand, der Promi-Anwalt Christian Schertz, nennt die Veröffentlichungen in einer presserechtlichen Information „unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung“. Weitere Details zu den Vorwürfen lesen Sie hier.

Derweil bestätigte das Bezirksgericht in Palma die Ermittlungen auf Anfrage von t-online. „Das Verfahren ist noch im Gange“, sagte Gerichtssprecherin Agnès Antich Andreu, die Ermittlungen befänden sich „in einer sehr frühen Phase“.

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