Tagesgeld bringt kaum Zinsen: Das sind die Alternativen

Die ersten Sparkassen und Volksbanken liegen beim Zins schon wieder nahe null. Viele Anleger möchten aber wenigstens ein paar Prozente sehen.

Eine klassische Leserfrage in unserem Börsenbrief taucht beständig dann auf, wenn der Zins auf dem klassischen Tagesgeldkonto unter zwei Prozent sinkt. Wobei diese zwei Prozent schon das Höchste der Gefühle sind und viele Volksbanken und Sparkassen nahe der Nulllinie verzinsen. Die Leserfrage lautet dann irgendwie so: Wie soll man 100.000 oder 200.000 Euro kurzfristig verfügbar, aber mit vernünftiger Rendite anlegen?

Viele Anleger sind der Meinung, dass sie mindestens das Doppelte des besten Tagesgeldzinses erhalten sollten. Verlässliche 1,75 Prozent, also ein Viertel Prozent unter der EZB-Rate, bietet der Smartbroker täglich auf einem separaten Zinskonto an. Und wenn es etwas mehr sein soll? Dann gilt die einfache Devise des Kapitalmarkts: Je höher die Rendite und der Zinssatz sein sollen, desto größer sind die Risiken. An diesem Punkt kann man ansetzen.

Denn viele Sparer haben Angst vor dem Aktienmarkt. Zu riskant, zu kompliziert, zu schwierig. Dabei ist es so einfach wie nie, ein Depot zu eröffnen. Es gibt Papiere wie Discountzertifikate, die weitaus weniger riskant sein können als direkte Aktieninvestments. Eine Zielrendite von vier Prozent jährlicher Verzinsung wäre für jene, die eben mehr als beim Tagesgeld wollen, realistisch.

Das Geld ist im börslichen Handel minütlich verfügbar, denn man kann die Papiere immer handeln und Geld-Brief-Kurse sind extrem eng. Die Emittenten machen dank Konkurrenz einen sehr guten Job für die Kunden und erlauben Investieren auf Profilevel.

Schauen wir uns das Ganze konkret an und rechnen es exemplarisch für die WKN MM7YLS vor. Dieses Discountpapier auf den Dax wirft exakt vier Prozent Rendite pro Jahr ab. Das Zertifikat lässt sich zu jeder Zeit kaufen und verkaufen. Der Break-even liegt bei 199,50 Euro und der Cap bei 20.500 Dax-Punkten. Heißt übersetzt: Erst wenn der Dax am Laufzeitende unter 19.955 Punkten stehen sollte, gerät das Papier in die Verlustzone. Der Dax notiert gegenwärtig bei 25.500 und damit sind 5.000 Zähler Luft nach unten und es gilt ein Discount auf den Dax von 21,5 Prozent.

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