Ohne Behandlung kann sich eine Lymphangitis schnell ausbreiten, wobei die Symptome sich verschlimmern und/oder verschiedene Komplikationen auftreten können. So sammelt sich in befallenen Lymphknoten vereinzelt Eiter an: Es entsteht ein Abszess, der sich durch Rötung, Schwellung, Überwärmung und Schmerzen bemerkbar macht.
Im Extremfall kann eine sich ausbreitende Lymphangitis lebensbedrohliche Symptome verursachen – nämlich dann, wenn die Erreger dabei in die Blutbahn gelangen und sich somit im ganzen Körper verteilen: Eine solche Sepsis (umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt) erfordert sofortige ärztliche Hilfe. Mögliche Anzeichen für eine Sepsis sind:
Dauert eine Lymphangitis länger an oder kehren die Symptome wiederholt zurück, kann das betroffene Gewebe zudem entzündlich bedingt vernarben. Wird das Lymphgefäß dabei verengt oder verschlossen, sodass der Abfluss der Lymphe behindert ist, sammelt sich mehr und mehr Flüssigkeit im Gewebe an: Es bildet sich ein Lymphödem, wodurch die Haut wiederum anfälliger für Hautinfektionen wie die Lymphangitis ist.
Doch bei rechtzeitiger und sachgemäßer Behandlung ist die Prognose einer Lymphangitis gut: Die Symptome bilden sich dann gewöhnlich problemlos zurück. Schwellungen brauchen allerdings mitunter etwas länger, bis sie vollständig verschwunden sind.
