Präsident ruft Notstand aus

Supertaifun bedroht US-Inseln

Aktualisiert am 13.04.2026 – 08:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Palmen biegen sich im Sturm (Archivbild): „Sinlaku“ gilt mittlerweile als Supertaifun. Damit ist ein besonders starker und gefährlicher Sturm gemeint. (Quelle: Adam Brown/U.S. Coast Guard via AP/dpa/dpa-bilder)

Böen von über 300 km/h, gestrichene Flüge, geschlossene Schulen. Knapp 45.000 Menschen bereiten sich im Pazifik auf einen Sturm vor. Auch Präsident Donald Trump reagiert.

Die Behörden auf den Nördlichen Marianen haben wegen des nahenden Supertaifuns „Sinlaku“ die höchste Warnstufe ausgerufen. Meteorologen erwarten in dem US-Außengebiet im Pazifik am Montag Böen von mehr als 300 Kilometern pro Stunde. US-Präsident Donald Trump rief den Notstand für das Gebiet aus.

Ein Supertaifun ist ein besonders starker und gefährlicher Sturm. Die Nördlichen Marianen liegen nordöstlich der Philippinen. Seit Montagmittag (Ortszeit) gilt dort für die Inseln Saipan, Tinian, Pagan, Alamagan und Rota die Taifun-Warnstufe eins. Das bedeutet, dass innerhalb von zwölf Stunden zerstörerische Winde erwartet werden. Betroffen sind rund 45.000 Menschen.

Zuletzt befand sich „Sinlaku“ knapp 500 Kilometer südöstlich von Saipan und bewegte sich nordwestwärts. Meteorologen rechnen damit, dass der Sturm nahe an den Inseln vorbeizieht oder sie direkt trifft. Auch das weiter südlich gelegene US-Territorium Guam bereitet sich auf mögliche Auswirkungen des Sturms vor.

Das amerikanische Forschungsinstitut Cira, das sich mit Satellitenmeteorologie befasst, sprach für die Nördlichen Marianen von möglicherweise „katastrophalen Wetterbedingungen“. Und auch Experten warnen davor, dass selbst dann, wenn das Zentrum des Taifuns nicht direkt über Land zieht, Schäden durch extreme Winde, heftige Regenfälle und Sturmfluten drohen. „Sinlaku“ zählt bereits jetzt zu den stärksten Stürmen der laufenden Saison.

Gouverneur David Apatang ordnete umfangreiche Schutzmaßnahmen an. Dazu zählen etwa das Streichen von Flügen und Schulschließungen. Außerdem appellierte er an die Bevölkerung, letzte Vorbereitungen abzuschließen: „Sollten Sie in einem Gebäude wohnen, das starken Winden möglicherweise nicht standhält, ergreifen Sie bitte proaktiv Maßnahmen, um einen sichereren Unterschlupf zu suchen.“ Die Menschen sollten sich möglichst nicht in Küstennähe aufhalten und Straßen nur im absoluten Notfall betreten, so Apatang. Außerdem warnte er Autofahrer vor den erwarteten Starkwinden und einer schlechten Sicht.

Mit Trumps Notstandserklärung werden Hilfen der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA aktiviert.

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