
Vorsicht bei Glätte
Sturzverletzungen können schwere Folgen haben
26.01.2026 – 16:51 UhrLesedauer: 4 Min.
Sturzverletzungen können gefährlich und lebensverändernd sein. Lesen Sie hier, was nach einem Sturz zu tun ist und wie sich das Sturzrisiko senken lässt.
Gerade die kalte Jahreszeit birgt das Risiko für Sturzverletzungen. Das gilt auch für Menschen, die keinen unfallträchtigen sportlichen Outdooraktivitäten nachgehen: Bei winterlicher Nässe oder Eis- und Schneeglätte sind Stürze im Alltag häufiger als beim Wintersport.
Das bedeutet aber nicht, dass die Stürze glimpflicher ausgehen: Manche Sturzverletzungen lassen sich zwar selbst behandeln, doch viele erfordern ärztliche oder gar notärztliche Hilfe. Bei niedrigen Temperaturen kommt im Fall einer schweren Sturzverletzung das Risiko einer Unterkühlung hinzu, wenn die betroffene Person nicht schnell genug Hilfe erhält.
Nachfolgend erfahren Sie, worauf nach einem Sturz zu achten ist, wann eine ärztliche Behandlung notwendig ist und wie man sich vor Sturzverletzungen schützen kann.
Wer sich bei einem Sturz verletzt, benötigt nicht zwangsläufig ärztliche Hilfe: Bei leichten Verletzungen ist es in der Regel völlig ausreichend, sie selbst zu versorgen. Als leicht gelten kleinere und oberflächliche Verletzungen wie Prellungen, kleine Platzwunden (etwa am Knie oder an der Handfläche) und leichte Verstauchungen (etwa am Handgelenk), mit denen sich der betroffene Körperteil noch uneingeschränkt bewegen lässt.
Bei mäßigen Sturzverletzungen ist hingegen eine professionelle Versorgung in einer ärztlichen Praxis oder einer Notfallambulanz ratsam. Dazu zählen unter anderem Verstauchungen am Handgelenk und am Sprunggelenk, welche die Beweglichkeit des betroffenen Körperteils einschränken, größere Platzwunden (vorwiegend an Armen, Beinen oder Kopf), Rippen- oder Wirbelbrüche sowie leichte Gehirnerschütterungen.
Schwere Sturzverletzungen sind medizinische Notfälle, die eine Behandlung im Krankenhaus erfordern. Dazu gehören Hüft-, Becken-, Arm-, Bein- und Handfrakturen sowie jegliche Schädel-Hirn-Verletzungen. Derart schwerwiegende Folgen haben Stürze häufig bei älteren Menschen, deren Knochen bereits brüchiger sind. Daher ist im höheren Alter auch längerfristig das Risiko für sturzbedingte Komplikationen erhöht, etwa für:
Im Extremfall können Sturzverletzungen gerade bei älteren Menschen auch tödlich verlaufen: Ein Großteil der sturzbedingten Todesfälle betrifft Erwachsene über 65 Jahren.