Studie enthüllt

Diese Schlafdauer lässt Organe schneller altern


15.05.2026 – 16:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Frau im Bett (Symbolbild): Die falsche Schlafdauer wirkt sich auf fast alle Organe negativ aus. (Quelle: Ridofranz/getty-images-bilder)

Zu wenig, aber auch zu viel Schlaf ist ungesund. Eine Studie zeigt nun, wie sich die Schlafdauer auf das biologische Alter einzelner Organsysteme auswirkt.

Wer regelmäßig weniger als sechs Stunden oder mehr als acht Stunden pro Nacht schläft, hat ein höheres Risiko für eine beschleunigte Alterung verschiedener Organe. Am günstigsten wirkt sich wohl eine Schlafdauer zwischen etwa 6,4 und 7,8 Stunden aus. Das hat eine aktuelle, in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie ergeben.

Studie an rund einer halben Million Erwachsenen

Für die Studie wertete ein Forschungsteam Daten von rund einer halben Million Menschen im Alter von 37 bis 84 Jahren aus. Die Daten stammten aus einer Langzeitstudie der UK Biobank. Das Team analysierte die durchschnittliche Schlafdauer der teilnehmenden Personen und untersuchte mithilfe sogenannter Altersuhren den Zustand verschiedener Organsysteme, darunter Gehirn, Herz, Lunge, Leber, Nieren, Stoffwechsel und Immunsystem.

Schon gewusst?

Altersuhren (Englisch: aging clocks) sind Biomarker, mit deren Hilfe sich das biologische Alter ermitteln lässt. Sie sind aus jedem biologischen System ableitbar, das sich im Laufe des Lebens verändert: etwa aus Blutwerten oder organspezifischen Proteinen.

U-förmiger Zusammenhang zwischen Schlaf und Alterung

Die Auswertung zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und biologischer Alterung, der grafisch dargestellt eine u-förmige Kurve bildete. Denn sowohl ein sehr kurzer als auch ein sehr langer Schlaf gingen auffällig oft mit einer stärkeren biologischen Alterung einher. Bei einer durchschnittlichen Schlafdauer zwischen 6,4 und 7,8 Stunden waren die untersuchten Organsysteme hingegen am wenigsten vorzeitig gealtert.

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Mögliche Folgen für die Gesundheit

Die Studie deutet zudem darauf hin, dass eine kurze ebenso wie eine lange Schlafdauer mit einem höheren Risiko für Erkrankungen und einer höheren Sterblichkeit verbunden sein könnten.

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Nach Einschätzung des Forschungsteams wirken sich zu wenig und zu viel Schlaf möglicherweise auf unterschiedliche Weise aus: Schlafmangel belastet Organe häufig direkt, etwa durch körperliche Stressreaktionen und Störung der sogenannten inneren Uhr. Eine übermäßige Schlafdauer wirkt sich dagegen zunächst eher auf das Gehirn aus, was dann indirekt zu körperlichen Spätfolgen führen kann.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und biologischer Alterung. Sie beweist jedoch nicht eindeutig, dass ein zu kurzer oder ein zu langer Schlaf die Ursache für den beschleunigten Alterungsprozess ist. Denkbar ist nämlich auch, dass bestehende Erkrankungen den Schlaf beeinflussen. Trotzdem unterstreichen die Ergebnisse, wie wichtig ausreichend und regelmäßiger Schlaf für die Gesundheit ist: Er bietet die Chance, das Krankheitsrisiko zu senken, ein gesundes Altern zu fördern und die Lebenserwartung zu erhöhen.

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