Studie enthüllt

Diese Aktivitäten senken das Alzheimer-Risiko deutlich


Aktualisiert am 13.03.2026 – 08:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Geistig aktiv zu bleiben, schützt möglicherweise bis zu einem gewissen Grad vor Alzheimer. (Quelle: Miljan Živković/getty-images-bilder)

Wer sein Leben lang liest, schreibt oder Sprachen lernt, könnte sein Alzheimer-Risiko senken. Was die Langzeitstudie zeigt.

Wird das Gehirn über das ganze Leben hinweg gefordert, sinkt möglicherweise das Risiko für Alzheimer. Darauf deutet eine neue Studie hin, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde. Demnach entwickeln Menschen, die sich regelmäßig geistig beschäftigen, etwa durch Lesen, Schreiben oder das Lernen von Sprachen, seltener Demenz und zeigen einen langsameren geistigen Abbau. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenzerkrankungen und betrifft etwa zehn Prozent aller über 65-Jährigen.

Für die Studie begleiteten Forscher 1.939 ältere Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von etwa 80 Jahren über einen Zeitraum von acht Jahren. Zu Beginn hatten alle Teilnehmer keine Demenz.

Die Wissenschaftler untersuchten, wie stark die Menschen ihr Leben lang geistig gefordert waren, von der Kindheit bis ins hohe Alter. Dazu zählte etwa:

Auch das Einkommen der Teilnehmer über die Jahre wurde erfasst. Aus diesen Angaben berechneten die Forscher für jede Testperson einen sogenannten „kognitiven Bereicherungswert“.

Während der Studie entwickelten 551 Teilnehmer Alzheimer und 719 eine leichte kognitive Beeinträchtigung (Mild Cognitive Impairment), eine mögliche Vorstufe von Demenz.

Dabei fiel auf, dass Menschen mit der höchsten geistigen Aktivität im Lebensverlauf ein 38 Prozent geringeres Alzheimer-Risiko hatten als diejenigen mit der niedrigsten Aktivität. Auch das Risiko für leichte kognitive Beeinträchtigungen war um 36 Prozent reduziert.

Zudem trat die Erkrankung deutlich später auf. Probanden mit hoher geistiger Aktivität entwickelten Alzheimer im Durchschnitt erst mit 94 Jahren, während Menschen mit geringer Aktivität im Schnitt bereits mit 88 Jahren erkrankten. Leichte kognitive Beeinträchtigungen traten etwa sieben Jahre später auf.

Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, können die Ergebnisse allerdings keinen ursächlichen Zusammenhang dafür aufzeigen, dass lebenslanges Lernen tatsächlich Alzheimer verhindert. Andere Faktoren könnten demnach ebenfalls eine Rolle spielen. Dennoch halten die Forscher die Ergebnisse für ermutigend.

„Die Studie weist darauf hin, dass regelmäßige geistig anregende Aktivitäten über das ganze Leben hinweg die kognitive Gesundheit fördern könnten“, sagt Andrea Zammit, Erstautorin der Studie. „Mehr Zugang zu Lernangeboten wie Bibliotheken oder frühkindlicher Bildung, die die Freude am lebenslangen Lernen fördern, könnte helfen, dass Demenz seltener auftritt.“

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