
Blackout in der Hauptstadt
Stromausfall in Berlin: Neue Details
Aktualisiert am 06.01.2026 – 08:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Berliner Stadtteile sind nach einer Attacke auf die Stromversorgung vom Netz abgeschnitten. Die Tat ruft jetzt auch den Generalbundesanwalt auf den Plan.
Nach dem Anschlag auf die Berliner Stromversorgung am Samstag beschäftigt sich jetzt auch der Generalbundesanwalt mit dem Blackout. Eine Sprecherin erklärte t-online, dass die Bundesanwaltschaft den Fall untersuche.
Laut der Sprecherin hat sich die Bundesanwaltschaft bereits in der Vergangenheit mit allen Fällen beschäftigt, bei denen die sogenannte „Vulkangruppe“ im Verdacht stand. Es bestehe Kontakt zu den zuständigen Behörden.
Zuvor hatten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger (beide CDU) die Attacke mit deutlichen Worten verurteilt. Spranger stellte am Montag auf einer Pressekonferenz klar: „Ich verurteile diesen menschenverachtenden Anschlag, der bewusst und gezielt Menschenleben gefährdet.“
Die Täter nähmen bewusst in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen. „Deswegen kann hier nicht lediglich von Linksextremismus gesprochen werden. Es steht Linksterrorismus im Raum.“
Video | „Da muss im Kopf was nicht gerade ticken“: So denken Berliner über den Stromausfall
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Ähnlich äußerte sich am Sonntag auch Berlins Regierender Bürgermeister zu dem Stromausfall im Süden der Hauptstadt. Dem RBB erklärte er: „Es war eine linksextremistische Gruppe, die einmal mehr unsere Infrastruktur angegriffen und damit auch das Leben von Menschen bedroht hat. Das ist Terrorismus.“ Demnach ermitteln aktuell Polizei, Bundes- und Landeskriminalamt sowie der Staatsschutz.
Seit Samstag sind im Berliner Südwesten Zehntausende Haushalte und Betriebe ohne Strom. Nach einem Brandanschlag auf ein Hauptkabel des Kraftwerks Lichterfelde gingen bei ihnen die Lichter aus. Drahtzieher hinter der Aktion soll die sogenannte „Vulkangruppe“ sein. Sie bekannte sich in einem Schreiben bereits am Tag der Tat zu der Attacke.
Auch zwei Tage nach der Attacke ist die Hauptstadt noch damit beschäftigt, den Schaden zu beheben. Zwar konnten laut dem RBB mittlerweile viele Haushalte und Betriebe an die Stromversorgung angeschlossen werden, allerdings gebe es immer noch rund 28.000 Haushalte, bei denen es Probleme gibt. Es wurden Notunterkünfte bereitgestellt.