
Blackout in Berlin beendet
Warum plötzlich „Extreme Gefahr“ auf allen Handys stand
08.01.2026 – 02:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Tagelang fiel in Berlins Südwesten der Strom aus. Eine Handy-Warnung sorgte dann für Verwirrung – dahinter steckt ein technisches Problem.
Nach tagelangem Stromausfall im Berliner Südwesten ist nun offizielle Entwarnung gegeben worden. Kurz nach 22 Uhr erreichte die Anwohner eine Alarmierung per Handy: „Entwarnung: Wiederherstellung der Stromversorgung im Südwesten Berlins – Berlin.“
Zuvor hatte eine großflächige Warnung am Morgen für Verwunderung gesorgt. „Achtung! Warnung Stromausfall für Berlin: Informieren Sie sich in bekannten Warnmedien“, hieß es in der Nachricht, die unter anderem per App verschickt wurde. Verbraucher wurden aufgefordert, Notstromaggregate vom Netz zu nehmen, um Schäden zu vermeiden.
Die Formulierung irritierte viele Berliner. Der Grund: Im bundesweiten Warnsystem MoWaS (Modulares Warnsystem) sind Textvorgaben für unterschiedliche Warnkategorien und Dringlichkeitsstufen voreingestellt. Diese könnten nicht vor Ort verändert werden, erklärte eine Sprecherin der Innenverwaltung.
„Eine Aktivierung des Cell Broadcast über MoWaS in ganz Berlin war zwingend notwendig, um alle potenziell Betroffenen in der Stadt zu erreichen und über die zu treffenden Maßnahmen bei der bevorstehenden Stromaufschaltung zu informieren“, so die Sprecherin. Werde auf diese Art gewarnt, laute die Formulierung auch automatisch „Extreme Gefahr“. Die Energieversorgung war am Vormittag wieder angelaufen.
Auslöser des Stromausfalls war ein Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Eine der linksextremistischen „Vulkangruppen“ reklamierte die Tat für sich. Die Gruppierungen sollen seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg immer wieder Brandanschläge auf die öffentliche Infrastruktur verübt haben. Am Samstagmorgen waren im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom.