Stromausfall Berlin: „Großschadenslage“ ausgerufen, Schulen geschlossen

Tagelanger Stromausfall

Berlin verhängt „Großschadenslage“


05.01.2026 – 10:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Kai Wegner (CDU, M.), Regierender Bürgermeister von Berlin: Der Stadt kann nun von der Bundeswehr geholfen werden. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Der Stromausfall im Südwesten Berlins dauert weiter an. Viele Schulen bleiben am Montag geschlossen. Auch die Bundeswehr darf jetzt in der Hauptstadt aktiv werden.

Nach dem Stromausfall im Südwesten von Berlin sind erste Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen. Bis zum Sonntagabend wurden 14.000 Haushalte und 500 Gewerbekunden wieder ans Netz angeschlossen, berichtet der RBB unter Berufung auf den Betreiber Stromnetz Berlin. 31.000 Wohnungen bleiben allerdings weiterhin ohne Strom.

Eine Vielzahl von Haushalten ist zudem wieder an die Versorgung mit Fernwärme angeschlossen. Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erklärte im Inforadio des RBB: „Wir konnten gestern von 12.000 Fernwärmekunden wieder 9.000 ans Netz bringen.“

Trotzdem bleiben die Einschränkungen im Südteil der Hauptstadt enorm: Die S-Bahn-Linien S1 und S7 verkehren am Montagmorgen weiterhin nicht regelmäßig. Um die Ausfälle abzufangen, wurde von den Berliner Verkehrsbetrieben ein Ersatz- und ein Pendelverkehr eingerichtet.

Video | Stromausfall: Wütender Berliner konfrontiert Bürgermeister Wegner

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Quelle: t-online

Außerdem sind auch andere Teile der Infrastruktur weiterhin von dem Stromausfall betroffen: Wie die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mitteilte, bleiben 17 Schulen in dem Gebiet bis zum Mittwoch geschlossen.

Um die fehlende Betreuung zu ersetzen, sei eine Notbetreuung in anderen Schulen eingerichtet worden. Am Montag bleiben zudem mehrere Kindergärten in dem Gebiet geschlossen.

Die Stadt hat in Reaktion auf den Blackout eine „Großschadenslage“ ausgerufen: Berlin kann so die Hilfe von Bundeswehr, Bundespolizei und Hilfsorganisationen beantragen. Auch Nordrhein-Westfalen greift der Hauptstadt unter die Arme: Das Bundesland hat angeboten, fünf Notstromanhänger nach Berlin zu liefern.

Seit Samstagfrüh waren insgesamt 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbeeinheiten im Südwesten Berlins von der Stromversorgung abgeschnitten, in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf und Wannsee. Ursache ist nach jetzigem Ermittlungsstand der Brand auf einer Kabelbrücke am Teltowkanal. Nach Erkenntnissen der Behörden wurde er durch Brandsätze verursacht.

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