Stromanbieter nach Preiserhöhung wechseln: So schnell geht es

Frag t-online

Wie schnell bekommt man einen neuen Stromvertrag?


19.01.2026 – 11:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Frau schaut auf ihre Stromrechnung: Wie lange dauert es, bis man einen neuen Stromvertrag bekommt? (Quelle: Hispanolistic /getty-images-bilder)

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um den Wechsel des Stromtarifs.

Niemand freut sich, wenn er für ein Produkt oder eine Dienstleistung plötzlich mehr Geld bezahlen muss. Das ist in den vergangenen Jahren jedoch bei Energieverträgen besonders oft passiert. Wenn beim Strom eine Preiserhöhung angekündigt wird, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Kunden können ihren Vertrag mit dem Stromanbieter also vorzeitig beenden.

Welche Rechte Stromkunden in diesem Zusammenhang haben, hat die Redaktion in einer anderen Folge von „Frag t-online“ erklärt. Dazu schreibt ein t-online-Leser nun: „Gut, man hat Sonderkündigungsrecht. Aber es ist nicht schön, wenn einem die Erhöhung vier Wochen vorher mitgeteilt wird. So schnell kann man gar nicht wechseln.“

Doch, das geht – wenn auch erst seit Kurzem. Seit dem 6. Juni 2025 müssen alle Stromanbieter technisch den Wechsel innerhalb von 24 Stunden vollziehen können, wenn es sich um einen Werktag handelt. Wer also recht spontan entscheidet, den Stromanbieter zu wechseln, kann binnen eines Tages einen aktiven Vertrag bei einem neuen Anbieter haben.

Der Hintergrund: In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass ein Lieferantenwechsel Stromkunden Probleme bereitete, zum Beispiel, weil Informationen fehlten oder weil Kunden vor dem Auslaufen ihres alten Vertrags nicht rechtzeitig einen neuen abgeschlossen haben. In der Energiekrise kam es zu plötzlichen Insolvenzen von Energieversorgern, doch Kunden bekamen nicht sofort einen neuen Vertrag bei einem anderen Anbieter.

In solchen Fällen springt die Grundversorgung ein, was jedoch meist deutlich kostspieliger ist. Deshalb hat die Bundesnetzagentur beschlossen, die Wahrscheinlichkeit solcher Vorfälle durch die Einführung des 24-Stunden-Wechsels zu minimieren.

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