Strenge Regel – Fehler kann 2800 Euro kosten

Kuriose Hotel-Regel in Großbritannien

Wer diesen Fehler macht, riskiert 2.800 Euro Strafe


09.01.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Mensch hält Euroscheine (Symbolbild): Ein Hotelbesuch im britischen Blackpool könnte durch einen Fehler teuer werden. (Quelle: Elkhophoto/getty-images-bilder)

Wer in einem Hotel in Großbritannien zum falschen Zeitpunkt nach draußen schaut, muss eventuell viel zahlen. Ein Hotel im Westen des Landes hat eine ungewöhnliche Regel.

Gäste, die im „Blackpool FC Stadium Hotel“ in Großbritannien aus dem Fenster schauen, riskieren eine Strafzahlung von rund 2.800 Euro. In dem britischen Hotel kann man für rund 160 Euro pro Nacht ein Zimmer mit Blick auf das Spielfeld des FC Blackpool buchen. Während des Spiels ist es aber streng verboten, die Vorhänge zu öffnen, wie der „Telegraph“ und die „Blackpool Gazette“ berichten.

Das „Blackpool FC Stadium Hotel“ bietet seinen Kunden eine ungewöhnliche Hotelerfahrung. In dem Hotel gibt es mehrere Zimmer mit direktem Blick auf den Rasen. Es handelt sich um ehemalige Logen, die vor einigen Jahren zu Hotelzimmern umgebaut wurden.

Für sie gilt allerdings eine Regel: Vor dem Anpfiff und bis zum Ende der jeweiligen Spiele müssen die Vorhänge geschlossen bleiben. In einigen Zimmern liegen teilweise entsprechende Hinweise aus, heißt es in einem Bericht der „Blackpool Gazette“. Das ist aber nicht immer so, berichtet der „Telegraph“. Teilweise können Kunden demnach nur von der Regel erfahren, wenn sie die Homepage des Hotels aufrufen. Auch an der Rezeption erhalte man teils keine entsprechenden Hinweise.

Was nach einem Scherz klingt, kann in der Realität teuer werden. Laut dem Bericht basiert die Regel auf zwei rechtlichen Grundlagen: den Regeln des Dachverbands der League One (englische dritte Liga), zu der der FC Blackpool gehört, und dem sogenannten Sporting Events Act von 1985. Die League One gibt demnach vor, dass jeder, der ein Spiel live verfolgen will, eine Karte braucht.

Wer dagegen verstößt, muss mit Geldstrafen und einem Stadionverbot rechnen. Der Sporting Events Act besagt dagegen, dass der Konsum von Alkohol in Sichtweite des Spielfelds untersagt ist. Da man in den Hotelzimmern theoretisch Alkohol trinken könnte, könnten Gäste auf diese Weise gegen die Regel verstoßen.

Die Überwachung der Regel liege beim Hotel und den Ordnern des Stadions, erklärte ein ehemaliger Mitarbeiter der „Blackpool Gazette“. Sie „müssen alles ihnen Mögliche tun, um das zu verhindern, da der Klub für die Durchsetzung dieser speziellen Regel verantwortlich ist.“

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