
Tochter sollte eigentlich mitwirken
Mutter will Schulaufführung stoppen – und droht mit Bombe
19.01.2026 – 13:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich sollte ihre Tochter Teil der Schulaufführung sein. Aber dann wird ihr Zögling krank – und die Mutter greift zum Telefon.
Eine Mutter hat im US-Bundesstaat Michigan versucht, mit einer Bombendrohung eine Schulaufführung zu verhindern – weil ihre Tochter daran nicht teilnehmen durfte. Wie die Staatsanwalt von Macomb County am vergangenen Donnerstag auf Facebook mitteilte, hat sich die 42-jährige Crystal R. schuldig bekannt und wurde jetzt zu einer vierjährigen Strafe verurteilt.
Der Vorfall ereignete sich bereits im vergangenen März. R. rief zweimal die Schule ihrer Tochter in St. Clair Shores an und erklärte, dass sie eine Bombe auf dem Gelände versteckt habe. Wie die Staatsanwaltschaft schreibt, war ihr Motiv dabei wohl, dass ihre Tochter an der für den Abend geplanten Theateraufführung nicht teilnehmen konnte.
R.s Tochter habe an der Aufführung nur nicht teilnehmen können, weil sie früher an dem Tag wegen Krankheit nach Hause geschickt worden war. An der Schule, so die Regel, habe sie aber erst nach einem Tag ohne Symptome wieder auf das Gelände gedurft.
Als Reaktion auf die Anrufe der Mutter gab es einen Großeinsatz der Polizei an der Schule. Dabei mussten mehr als 700 Menschen evakuiert werden.
R. wurde nun zu einer vierjährigen Strafe verurteilt – von der sie 14 Tage im Gefängnis verbringen muss. Zudem muss sie in Zukunft die Schule immer benachrichtigen, bevor sie das Schulgelände betritt und darf keinen Kontakt zu den Opfern aufnehmen.
St. Clair Shores liegt im US-Bundesstaat Michigan, in Macomb County. Die Stadt hat etwa 50.000 Einwohner, in der Metropolregion leben 4,5 Millionen Menschen.