Streik bei Hochbahn und VHH am 2. Februar – Busse und U-Bahnen

Hamburg droht Verkehrschaos

Warnstreik am Montag trifft Hochbahn und VHH

Aktualisiert am 30.01.2026 – 12:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Gewerkschafter stehen vor Bussen der VHH (Symbolbild): Am 2. Februar droht auch in Hamburg ein Streik im öffentlichen Nahverkehr. (Quelle: IMAGO / BREUEL-BILD)

Verdi ruft bundesweit zu Streiks im ÖPNV am 2. Februar auf. Auch in Hamburg stehen Busse und U-Bahnen zum Wochenbeginn still.

Im Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr spitzt sich die Lage zu. Verdi hat die Beschäftigten bundesweit für Montag, 2. Februar, zu Streiks aufgerufen. Auch in Hamburg sollen die Bus- und Bahnfahrer der Hochbahn und der VHH die Arbeit niederlegen. Zudem werden Teile des öffentlichen Dienstes bestreikt. Die S-Bahn Hamburg ist nicht betroffen.

Der Warnstreik soll vom 2. bis 3. Februar laufen. Montag soll es demnach um 3 Uhr losgehen – und dann 24 Stunden dauern. Der Stadtverkehr Ahrensburg und Bargteheide ist laut Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH nicht von den Streikmaßnahmen zu Wochenbeginn betroffen.

Der Arbeitskampf könne im Hamburger Hafen zu Verzögerungen bei der Containerabfertigung führen, teilte Verdi mit. Zudem werde der Betrieb an den Schleusen im Alster- und Billerevier stark eingeschränkt. Bei der Feuerwehr werde der technische Dienst bestreikt, der Rettungsdienst bleibt jedoch uneingeschränkt im Einsatz.

Bei der Hochbahn verhandeln Gewerkschaft und Arbeitgeber neben den Arbeitsbedingungen auch über höhere Löhne und Gehälter. Verdi fordert dort unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent, zusätzliche Entlastungen für untere Entgeltgruppen sowie höhere Vergütungen für Auszubildende. Außerdem verlangt die Gewerkschaft die vollständige Kostenübernahme des Deutschlandtickets, bessere Regelungen zur Altersteilzeit und einen erweiterten Beschäftigungsschutz.

Bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) stehen ebenfalls Arbeitszeit und Entlastung im Mittelpunkt. Verdi fordert dort unter anderem eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, zusätzliche Zulagen für bestimmte Dienste, höhere Nachtzuschläge sowie Verbesserungen für Auszubildende. Die dritte Verhandlungsrunde war für den 29. Januar angesetzt.

Nach Angaben der Gewerkschaft sind die bisherigen Angebote der Arbeitgeber bei der VHH deutlich hinter den Forderungen zurückgeblieben. Kritisiert werden unter anderem Pläne für längere Schichten, schlechtere Pausenregelungen und die Einführung eines Arbeitszeitkontos.

Bundesweit fordert Verdi in den Gesprächen mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden vor allem bessere Arbeitsbedingungen. Dazu zählen kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Insgesamt sind fast 100.000 Beschäftigte in rund 150 Verkehrsunternehmen betroffen, darunter auch Betriebe in Hamburg.

Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, erklärte: „Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck.“ Die Arbeitgeber hätten bislang kaum Bereitschaft gezeigt, die Situation zu verbessern. Teilweise seien sogar Verschlechterungen im Gespräch, etwa längere Schichten oder Einschnitte bei bestehenden Leistungen. „Das Verhalten der Arbeitgeberseite ist ein Angriff auf bestehende Vereinbarungen“, sagte Behle.

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