Deutsche Bahn

Sanierte Strecke Hamburg-Berlin: Nur jeder vierte Zug pünktlich

08.08.2026 – 18:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein ICE (Archivbild): Auf der viel befahrenen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin gibt es Probleme. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen)

Nach zehn Monaten Sperrung und Milliarden-Investition: Nur 25,8 Prozent der Fernzüge zwischen Hamburg und Berlin erreichen aktuell pünktlich ihr Ziel.

Auf der sanierten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin kamen von Mitte Juni bis Mitte Juli 2026 nur 25,8 Prozent der Fernzüge pünktlich ans Ziel – weniger als vor der Sanierung. Das bestätigte die Deutsche Bahn. Damals lag der Wert bereits bei schwachen 49,6 Prozent.

Für die schlechten Werte nennt die Deutsche Bahn andauernde Restarbeiten auf der Strecke. Laut einer Bahn-Sprecherin laufen auf einzelnen Abschnitten noch technische Abnahmen und Softwareumstellungen in den Stellwerken für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb. Restmängel würden beseitigt und Optimierungen durchgeführt, die erst im laufenden Betrieb hätten erkannt werden können.

Gesamtkosten von 2,7 Milliarden Euro

Die rund 280 Kilometer lange Strecke war von August 2025 bis Juni 2026 einer Generalsanierung unterzogen worden. Dabei wurden unter anderem 165 Kilometer Gleise und fast 250 Weichen erneuert sowie 28 Bahnhöfe modernisiert. Die Gesamtkosten lagen bei 2,7 Milliarden Euro – deutlich über den ursprünglich veranschlagten 2,2 Milliarden Euro.

Laut der Bahn-Sprecherin sollen Softwareupdates in den Stellwerken Nauen und Büchen in den kommenden Wochen spürbare Verbesserungen bringen. Für die noch ausstehenden Arbeiten seien während einzelner Nächte Sperrungen mit Auswirkungen auf den Zugverkehr erforderlich.

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