Acht Zentimeter fehlen

Deutscher verpasst hauchdünn Uralt-Rekord

10.04.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 1 Min.

Steven Richter: Der deutsche Diskuswerfer war von seinem eigenen Ergebnis überrascht. (Quelle: IMAGO/Jan Papenfuss)

Steven Richter durchbricht beim Meeting in Ramona erstmals die 74-Meter-Marke im Diskuswurf. Zum fast 40 Jahre alten deutschen Rekord fehlt ihm nur wenig.

Acht Zentimeter haben Steven Richter in Ramona gefehlt. 74,00 Meter warf der 23-jährige Diskuswerfer Steven Richter beim Meeting in Ramona und hat damit erstmals die 74-Meter-Marke erreicht. Zum deutschen Rekord von Jürgen Schult aus dem Jahr 1986 fehlten ihm dabei nur acht Zentimeter.

Beim ersten von vier Meetings der „Oklahoma Throws Series World“ zeigte Richter fünf Würfe über 70 Meter. Dreimal übertraf er die 73-Meter-Marke, im vierten Durchgang warf er 73,96 Meter. Mit 74,00 Metern schob er sich auf Platz vier der ewigen Weltbestenliste. Seine Bestleistung vom Vorjahr, ebenfalls in Ramona aufgestellt, verbesserte er um viereinhalb Meter.

Auf Instagram schrieb Richter: „Es ist verrückt, ich kann es noch gar nicht glauben, es ist verrückt. Ich habe eigentlich gedacht, dass der Wurf vielleicht 71 Meter weit gehen würde. Aber dann hat der Diskus noch einen Push vom Wind bekommen.“

Den Sieg holte sich dennoch der australische Olympia-Dritte Matthew Denny. Er warf 74,04 Meter – vier Zentimeter weiter als Richter. Der U23-Europameister aus Sachsen richtet den Blick bereits nach vorn: „Nun geht es darum, die gute Form auf die Wettkämpfe im Stadion zu übertragen.“ Ramona gilt als Hochburg des Diskuswurfs. Fünf der zehn besten Resultate der ewigen Weltbestenliste wurden dort auf der „Segelwiese“ erzielt – darunter der Weltrekord des Litauers Mykolas Alekna mit 75,56 Metern.

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