FCB-Star ist erkrankt

Eine unangenehme Frage für die Bayern und Musiala


20.08.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 3 Min.

Jamal Musiala: Der Offensivspieler des FC Bayern hat mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Jamal Musiala: Der Offensivspieler des FC Bayern hat mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago-images-bilder)

Der Offensivspieler des FC Bayern wird nach Bekanntwerden seiner Krankheit zum Unsicherheitsfaktor. t-online-Kolumnist Stefan Effenberg nimmt die Münchner nun in die Pflicht – und sieht einen Transfer-Coup.

Ich gebe ganz offen zu, meine allerersten Gedanken nach Bekanntwerden der Erkrankung von Jamal Musiala waren: Wie soll das für ihn jetzt weitergehen, mit nur 23 Jahren? Und: Wie geht er mit so einer Situation um? Er steht schließlich unter ständiger Beobachtung eines Millionenpublikums, das nun jedes Mal ganz genau hinschauen und den Atem anhalten wird. Bei jedem Startelfeinsatz, bei jeder Einwechslung, in der Bundesliga, in der Champions League oder auch in der Nationalmannschaft.

Musiala muss jetzt also gleich zwei Herausforderungen meistern: den Umgang mit seiner neurologischen Dysfunktion – und auch die damit einhergehende mentale Belastung. Sicher ist, dass er dabei auf die Unterstützung des FC Bayern zählen kann, das hat auch Uli Hoeneß bereits angekündigt.

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Aber: Ich erwarte nun auch, dass die Bayern – im besten Fall sogar gemeinsam mit einem Experten oder einer Expertin aus der Neurologie – direkt mit Informationen zum Gesundheitszustand ihres Spielers nachlegen. Sie müssen umgehend für mehr Transparenz sorgen, damit alle noch offenen Fragen beantwortet werden. Das ist elementar.

Es kämen bei jeder Gelegenheit wieder Fragen auf

Die Wahrheit ist nämlich auch: Es sind nach Musialas Instagram-Post vom Dienstagabend, in dem er seine Erkrankung öffentlich machte, tatsächlich noch einige Fragen offen, über die es sich verbietet, zu spekulieren: Wie viel Spielzeit bekommt Musiala? Wie genau werden diese Absencen, diese Art epileptischer Anfälle, die ihm passieren können, behandelt?

Diese Sachverhalte jetzt nicht zu adressieren, wäre ein großer Fehler der Bayern. Damit würden sie sich selbst, vor allem aber natürlich Musiala einen Bärendienst erweisen. Denn dann kämen bei jeder Gelegenheit wieder exakt diese Fragen auf – und würden für Unruhe sorgen, die von außen in den Verein hineingetragen würde. Das dürfen sie nicht zulassen.

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Ich glaube übrigens, die Bayern werden auf eine besondere Art und Weise mit dieser Situation umgehen: Sie werden einfach weitermachen wie zuvor – und fest mit Musiala planen.

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