Messenger-Update

WhatsApp-Status bald auch für unbekannte Kontakte sichtbar


03.03.2026 – 11:31 UhrLesedauer: 2 Min.

WhatsApp-Update: Der Status ist bald auch ohne Nummer im Adressbuch sichtbar. (Quelle: Rüdiger Wölk/imago-images-bilder)

WhatsApp ändert, wer den eigenen Status sehen kann. Künftig reicht ein einzelner Chat – auch ohne gespeicherte Nummer. Was Nutzer jetzt prüfen sollten.

WhatsApp hat die Regeln für seinen Status grundlegend geändert: Wer über den Messenger zuletzt jemandem geschrieben oder mit jemandem telefoniert hat, kann dessen Beiträge künftig auch dann sehen – und selbst gesehen werden –, wenn die entsprechende Nummer nicht im Adressbuch gespeichert ist.

Die neue Funktion wird nach Angaben des auf WhatsApp-Neuerungen spezialisierten Portals „WABetaInfo“ schrittweise in ausgewählten Ländern für Android, iOS und die Web-Version ausgerollt. Voraussetzung ist jeweils die aktuelle App-Version. Die Auswertung, mit welchen Nummern zuletzt eine Unterhaltung stattfand, erfolgt dabei direkt auf dem Gerät. WhatsApp speichert diese Daten dem Bericht zufolge nicht auf eigenen Servern.

Damit unbekannte Absender erkennbar bleiben, will WhatsApp entsprechende Statusbeiträge mit einer Tilde (~) vor dem angezeigten Namen sowie der Telefonnummer kennzeichnen. Ist kein Name in den Kontakten hinterlegt, erscheine stattdessen nur die Nummer.

Wer bislang in den Privatsphäre-Einstellungen „Meine Kontakte“ oder „Meine Kontakte außer …“ ausgewählt hatte, teilt seinen Status durch das Update automatisch auch mit kürzlich angeschriebenen, nicht gespeicherten Nummern. Nur die Option „Nur teilen mit …“ bleibt davon unberührt, heißt es. Dort lassen sich Empfänger weiterhin manuell festlegen, zufällige Chatpartner bleiben in diesem Fall außen vor.

Wer Statusbeiträge von Lieferdiensten, Handwerkern oder anderen kurzfristigen Kontakten nicht sehen möchte, kann einzelne Nummern jederzeit ausblenden oder blockieren. Das Ausblenden eines Beitrags unterbindet künftige Anzeigen dieser Nummer, ohne den Kontakt zu sperren.

Das Update ist laut „WABetaInfo“ Teil einer größeren Strategie des Mutterkonzerns Meta. Das Unternehmen plane die Einführung eindeutiger Nutzernamen, über die Menschen künftig miteinander kommunizieren könnten, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben. Um das zu ermöglichen, müsse WhatsApp die Status-Sichtbarkeit von der reinen Adressbuch-Bindung lösen – ähnlich, wie es bereits bei Plattformen wie Instagram oder Telegram der Fall ist.

Parallel dazu arbeitet WhatsApp wohl auch an einer neuen Darstellung des Status im Chat-Bereich: Neue Beiträge sollen künftig direkt in der Chat-Übersicht erscheinen und nicht mehr ausschließlich im separaten „Aktuelles“-Tab. Eine horizontale Statusleiste im Chat-Tab befindet sich dem Bericht zufolge ebenfalls in der Entwicklung. Beide Funktionen sind noch nicht für alle Nutzer verfügbar.

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