
Wachsende Kollisionsgefahr
Starlink senkt Umlaufbahn von Tausenden Satelliten
02.01.2026 – 10:41 UhrLesedauer: 1 Min.
Unzählige Satelliten erhöhen die Gefahr von Zusammenstößen im All. Netzbetreiber Starlink reagiert darauf.
Elon Musks Satellitennetzwerk Starlink will seine Satelliten in eine niedrigere Umlaufbahn verlegen. Das teilt der für die Starlink-Technik zuständige SpaceX-Vizepräsident Michael Nicolls auf dem Kurznachrichtenportal X mit. Damit wolle das Unternehmen die Sicherheit im All erhöhen.
„Wir werden alle Starlink-Satelliten, die in einer Höhe von rund 550 km kreisen, auf etwa 480 km absenken“, schreibt Nicolls. Der Schritt sei im Laufe des Jahres geplant. Von dem Manöver sollen rund 4.400 der etwa 10.000 Satelliten des Unternehmens betroffen sein.
Durch die Absenkung könne ein Wiedereintritt in die Erdatmosphäre bei einem Ausfall von Satelliten schneller als bislang erfolgen. Dadurch werde die Gefahr von Zusammenstößen „insbesondere im Hinblick auf schwer kontrollierbare Risiken wie unkoordinierte Manöver und Starts anderer Satellitenbetreiber“ verringert, so Nicolls.
Die Absenkung der Satelliten erfolge in enger Abstimmung mit anderen Netzbetreibern, Aufsichtsbehörden und dem US Space Command (USSPACECOM), schreibt er weiter.
Wie der Astrophysiker Jonathan McDowell vom Harvard Smithsonian Center for Astrophysics im vergangenen Jahr berechnete, stürzen täglich ein bis zwei Starlink-Satelliten ab. Dadurch steige auch die Gefahr einer Kollision im Erdorbit mit unkontrollierbaren Folgen, zitierte das IT-Magazin „Heise online“ den Wissenschaftler. Laut McDowell wird die Anzahl der Abstürze zunehmen.
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX, das lange für sein Raketengeschäft bekannt war, ist durch Starlink zum weltgrößten Satellitenbetreiber geworden. Das Netzwerk von fast 10.000 Satelliten versorgt Verbraucher, Regierungen und Unternehmenskunden mit Breitband-Internet aus dem All.