Bayern habe große individuelle Qualität. Aber, so der Bergamo-Coach: „Wir dürfen uns nicht verbiegen, wir müssen wir selbst sein und diejenigen bleiben, die wir immer in der Champions League und in der Liga gewesen sind.“ Und weiter: „Wir dürfen das Tempo nicht senken und müssen die Intensität erhöhen.“

Nach dem von den italienischen Medien als episch gefeierten Abend gegen den BVB im Rückspiel rechnet sich Atalanta als letzter Vertreter der Serie A und damit sozusagen als letzte Hoffnung eines ganzen Fußballlandes jedenfalls auch gegen Bayern etwas aus. Der frühere deutsche U21-Nationalspieler Lazar Samardžić zählte bei Bergamo in den vergangenen Spielen zu den Schlüsselfiguren. Auch Nikola Krstović und Italiens Nationalspieler Gianluca Scamacca sind gefährlich.

In den vergangenen Jahren hat sich Atalanta zudem speziell für deutsche Teams zu einer Art Angstgegner entwickelt. Seit Anfang 2024 gewann Bergamo nämlich vier von fünf Begegnungen gegen Mannschaften aus der Bundesliga.

Vor zwei Jahren präsentierte sich das Team aus der Lombardei gegen die seinerzeit bis dahin in der gesamten Saison noch ungeschlagenen Leverkusener als Deutschlandschreck. Im Finale der Europa League am 22. Mai 2024 ließen sie dem damaligen deutschen Double-Gewinner trotzdem keine Chance und siegten souverän mit 3:0.

Ein Stachel, der vor allem bei Josip Stanišić, der in jener Saison von Bayern an Leverkusen ausgeliehen war, noch tief sitzt. Daraus machte er bei seinen Ausführungen bei der Pressekonferenz kein Geheimnis.

„Das ärgert mich natürlich, das war eine einmalige Gelegenheit. Wenn man in einem Endspiel ist, will man auch gewinnen“, sagte der Abwehrspieler. „Wir haben damals keine gute Partie abgeliefert und uns von Beginn an den Schneid abkaufen lassen.“ Insofern spiele dieses verlorene Europa-League-Finale für ihn konkret die Rolle, „dass ich auf keinen Fall noch mal gegen Atalanta verlieren möchte. Da spreche ich auch für Jona.“ Mit Jona meinte Stanišić den damaligen Bayer-Kapitän Jonathan Tah, der seit Sommer nun ebenfalls für die Bayern spielt. „Das ist ein guter Gegner. Sie spielen intensiven Fußball“, sagte Tah bereits zuletzt mit Blick auf das brisante Wiedersehen mit Bergamo.

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