Initiative in Mannheim

Politiker lädt zur Swingerparty ins Rathaus

Aktualisiert am 06.08.2026 – 14:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Mannheimer Kommunalpolitiker Julien Ferrat hat auch nackt im Amtsblatt der Stadt posiert (Archivbild). (Quelle: Uwe Anspach/dpa/dpa-bilder)

Ein Mannheimer Kommunalpolitiker steht auf Swingerpartys. Nach einem FKK-Urlaub im Vorjahr lädt er nun zu Partys ins Rathaus der Stadt ein.

Der Partyort bietet zahlreiche Vorteile. „Das Rathaus ist zentral gelegen“, so Julien Ferrat und weiter: „Es gibt keine Hausordnung oder kommunale Satzung, die Swingerpartys im Rathaus explizit verbietet.“ Früher war Ferrat für die Linke aktiv, jetzt sitzt er für die Wählervereinigung „Die Mannheimer“ im Rat der Stadt und löst im Sommerloch bundesweit Aufsehen aus. Ferrat will Swingerpartys im Mannheimer Rathaus veranstalten.

Von „FKK-Swinger-Paradies für Mannheim“, träumt der 35-Jährige am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Dabei geht es um mehr als um Sex. „Ferret sieht sein Vorhaben als einen Akt der Wirtschaftsförderung. „Ein FKK-Swinger-Paradies in Mannheim würde jährlich Millionen in die Stadtkasse spülen“, teilt er mit. „Mit der Protestaktion einer politischen Swingerparty soll dieser kommunalpolitischen Forderung Nachdruck verliehen werden.“

Sollte sich die Stadt wehren, will Ferrat „notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht“ ziehen.

Mannheim ist mit rund 320.000 nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Wirtschaftlich hat die Kommune aber stark zu kämpfen. Zuletzt rutschte die Traditionsbrauerei Eichbaum in die Insolvenz. Auf der anderen Rheinseite in Ludwigshafen baut der Chemie-Gigant BASF massiv stellen ab. Am Stammwerk des Konzerns arbeiten heute weniger als im Jahr 1954. Die Rhein-Neckar-Region steckt tief in der Krise.

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