
Silvester-Bilanz der Stadt Köln
Bei Brand: Randalierer werfen Böller auf Feuerwehrleute
01.01.2026 – 14:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Silvesternacht verläuft in Köln weitgehend friedlich. Doch es kommt auch zu unschönen Szenen – und Attacken auf Ordnungsamt und Feuerwehr.
Die Stadt Köln zieht eine vorläufige Bilanz zur Silvesternacht. Wie eine Sprecherin mitteilt, sei der Jahreswechsel aus Sicht des Ordnungsamtes weitgehend ruhig verlaufen – allerdings gab es auch unschöne Ausnahmen.
So seien am Stapelhaus in der Altstadt Mitarbeiter des Ordnungsamtes attackiert worden, Personen sollen gezielt Böller auf sie geworfen haben. Verletzt wurde nach Angaben der Stadt niemand, die Polizei sei schnell vor Ort gewesen. Die Böllerwerfer erwarten nun Anzeigen.
In der Böllerverbotszone rund um den Dom und vom Rhein bis zu den Ringen führte das Ordnungsamt 18 Gespräche zur Prävention durch, in fünf Fällen mussten Minderjährige ihre Feuerwerkskörper abgeben. Auch sprachen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in 65 Fällen Jugendliche wegen Alkohol an. In 31 Fällen gaben die Jugendlichen Alkohol und Tabak freiwillig ab, in zwei Fällen musste das Ordnungsamt Tabakwaren sicherstellen.
Der Ordnungsdienst kümmerte sich zudem um zwei hilflose Personen, löschte eine brennende Mülltonne und erteilte zwei Platzverweise. Der Verkehrsdienst war zum Jahreswechsel von 9 bis 2 Uhr in der Nacht im Einsatz, stellte zwölf Autos sicher und erteilte 747 Verwarnungen.
Die vorläufige Bilanz von Feuerwehr und Rettungsdienst fällt positiv aus. So seien zum Jahreswechsel weniger Einsätze nötig gewesen als im Jahr zuvor. Demnach mussten die Einsatzkräfte 726 Mal ausrücken – zum Jahreswechsel 2024/2025 hatte es noch 811 Einsätze gegeben. 545 Einsätze gab es für den Rettungsdienst, die Feuerwehr rückte zu 181 Einsätzen aus.
In Kalk kam es jedoch erneut zu einer erschreckenden Szene. Die Feuerwehr rückte wegen brennenden Mülls aus, Schaulustige bewarfen die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten mit Böllern, wie eine Sprecherin der Stadt mitteilt. Die Polizei rückte daraufhin ebenfalls aus und konnte weitere Böllerwürfe verhindern. Verletzt wurde niemand.
Die 306 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes wurden durch weitere 341 zumeist ehrenamtliche Helfer der Freiwilligen Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter Unfallhilfe, des Arbeiter Samariter Bundes und der Firma Falck Rettungsdienst unterstützt.