Als „ausländerfeindlich“ wahrgenommen

Stadt kritisiert umstrittene Strandbad-Regel

24.06.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Menschen Baden in einem See (Symbolbild): Die Stadt Halle kritisiert das Heidebad – und schlägt Lösungs-Alternativen vor. (Quelle: IMAGO/Jürgen Held/imago)

In einem Strandbad in Halle sind nur noch Menschen mit ausreichenden Deutschkenntnissen willkommen. Die Stadt zeigt sich alarmiert.

Die Stadt Halle hat sich zu der kontroversen Einlass-Regel des Heidebads geäußert. Das Strandbad hatte am Wochenbeginn mitgeteilt, nur noch Personen mit ausreichenden Deutschkenntnissen den Zutritt zu gewähren. Ein Sprecher der Stadt Halle forderte nun, dass das Strandbad die Regel rückgängig macht.

Das Bad argumentierte mit Sicherheitsbedenken. Der Geschäftsführer des Bades, Mathias Nobel, erklärte: „Wir müssen uns sicher sein, dass die Besucherinnen und Besucher unsere Baderegeln verstehen und so konsequent sein, um die Sicherheit der Badegäste gewährleisten zu können.“

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Während das Heidebad auf seinen Social-Media-Kanälen vor allem Lob geerntet hat, gab es für die Entscheidung bundesweit Kritik. Wie der Stadtsprecher von Halle, Drago Bock, mitteilte, würde das Vorgehen als „ausländerfeindlich“ wahrgenommen. So würde es den Ruf der Stadt schädigen. Zudem verstoße die Regel gegen die vertraglich vereinbarte Wohlverhaltenspflicht.

„Einlassverbot für ganze Bevölkerungsgruppen“

Halle beruft sich dabei auf den Betreibervertrag der zwischen Halle und dem Bad geschlossen wurde. Demnach hätten die Pächter zu berücksichtigen, dass ein Zugang zum Bad für die Allgemeinheit gewährleistet sein muss.

„Die Ausgestaltung des Hausrechts darf diesen öffentlichen Charakter nicht durch pauschale Einlassverbote für ganze Bevölkerungsgruppen aushebeln“, teilte der Stadtsprecher mit. Bock erklärte weiter, dass es zu dem Thema bereits ein Telefonat und ein entsprechendes Schreiben gab.

Die Stadt Halle will dem Badbetreiber nun Unterstützung anbieten, um auf anderen Wegen mehr Sicherheit zu erreichen. „Ziel der Stadt ist es, zu helfen, die Kommunikationsschwierigkeiten zu beheben, um die Sicherheit und die Gesundheit aller Badenden zu gewährleisten“, erklärte Stadtsprecher Bock. „Insofern richten sich mögliche Hilfsangebote an all jene, die nicht lesen können oder die deutsche Sprache aus unterschiedlichen Gründen nicht beherrschen. Das können Piktogramme, Übersetzungen oder QR-Codes mit mehrsprachigen Angeboten sein.“

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