
Langjähriges Engagement
Frankfurt würdigt Lutz Raettig mit Ehrenplakette
09.01.2026 – 17:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Lutz Raettig prägte über Jahrzehnte den Finanzplatz Frankfurt – nun ehrt ihn die Stadt mit ihrer höchsten Auszeichnung.
Lutz Raettig hat am Freitag im Kaisersaal des Frankfurter Römers die Ehrenplakette der Stadt erhalten – für sein langjähriges Engagement als Finanzmanager, Stadtrat und Kulturförderer. Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) würdigte den 82-Jährigen als prägenden Kopf des Finanzplatzes Frankfurt.
Josef sagte, Raettigs Wirken sei eng mit dem internationalen Renommee der Stadt verknüpft. Er stehe für einen „leisen Bürgersinn“, für eine Haltung, die Frankfurt nach außen öffne und zugleich tief in der Stadt verwurzelt sei. Auch sein Einsatz für Kulturinstitutionen wie Oper, Schirn oder das English Theatre sei beispielhaft.
Raettig, geboren 1943 in Berlin und aufgewachsen in Bremen, promovierte in Hamburg in Betriebswirtschaftslehre. Von 1967 bis 1970 arbeitete er als Assistenzprofessor an der Universität Hamburg, bevor er zahlreiche verschiedene Positionen und Ämter in der nationalen und internationalen Finanzwelt aufnahm. Nach Stationen bei Commerzbank und WestLB führte ihn sein Weg 1995 an die Spitze der Investmentbank Morgan Stanley in Frankfurt. Dort übernahm er später auch den Vorsitz im Aufsichtsrat.
Neben seiner Karriere engagierte sich Raettig stark für den Finanzplatz Frankfurt – unter anderem als Vorsitzender der Initiative Frankfurt Main Finance und des Börsenrats der Frankfurter Wertpapierbörse. Viele Jahre wirkte er zudem als ehrenamtlicher Stadtrat für die CDU.
In seiner Dankesrede sagte Raettig, die Auszeichnung bedeute ihm viel: „Frankfurt ist über viele Jahrzehnte hinweg mein Zuhause geworden – eine Stadt, mit der ich mich eng verbunden fühle und für die ich mich aus Überzeugung engagiert habe.“
Die Ehrenplakette wird seit 1952 an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um das Ansehen der Stadt Frankfurt verdient gemacht haben.