Bürger stimmten ab
Italienische Stadt ändert Namen – um mehr Touristen anzulocken
Aktualisiert am 25.03.2026 – 10:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Einem Küstenort in Ligurien blieb der Touristenansturm lange verwehrt. Jetzt haben die Einwohner in einem Referendum für eine ungewöhnliche Lösung gestimmt.
Italien gehört zu den beliebtesten Urlaubsländern schlechthin. Besucher können im Land der Pizza und Pasta ihre eigene Version des „Dolce Vita“ erleben – wenn auch oft nur für kurze Zeit.
Das Städtchen Vallecrosia hat eigentlich die perfekten Voraussetzungen, um zu einem gut besuchten Urlaubsziel zu werden: Es liegt an der Mittelmeerküste, hat einen eigenen Stadtstrand und eine hübsche Altstadt. Bislang blieb der Ansturm aber aus. Der neue Bürgermeister des Ortes verortete den Grund dafür im Internet. Wegen des Namensbestandteils „Valle“ (auf Deutsch „Tal“) wurde Vallecrosia von den Internet-Suchmaschinen oft im Hinterland verortet.
Deswegen initiierte Bürgermeister Fabio Perri ein Referendum, um den Namen des Ortes zu ändern – beziehungsweise den Zusatz „al mare“ („am Meer“) anzuhängen. In einer Abstimmung unter den 6.800 Einwohnern sprachen sich 55 Prozent für die Umbenennung aus. Vallecrosia heißt nun also Vallecrosia al mare. Die Gemeinde will damit Badeurlauber an ihren Strand locken, auch aus Deutschland.
Abgesehen von dem Zusatz ändert sich nichts: Die Postleitzahl und das Stadtwappen bleiben gleich, alle vorhandenen Dokumente mit dem alten Namen behalten ihre Gültigkeit. Den Tourismus-Etat fürs laufende Jahr hat die Gemeinde bereits verdreifacht. Die Küste Liguriens mit Orten wie Sanremo oder Ventimiglia gehört zu Italiens beliebten Urlaubsregionen. Die Ursprünge von Vallercrosia reichen bis in die Römerzeit zurück. Namentlich wird es schon im Mittelalter erwähnt.
