
Eklat um Präsidenten
„Sex mit Maria Magdalena“: Kolumbien in Aufregung
30.01.2026 – 16:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Rede wird für das kolumbianische Staatsoberhaupt zum PR-Desaster: Im Zentrum der Diskussionen steht niemand Geringerer als Jesus.
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat mit der Äußerung, Jesus Christus habe wahrscheinlich Sex mit Maria Magdalena gehabt, heftige Kritik von Kirchenvertretern seines Landes ausgelöst.
Ein Vertreter der Evangelikalen Vereinigung des Landes sagte laut der Nachrichtenagentur AFP, Petros Äußerungen verzerrten „die historische, biblische und theologische Wahrheit“. Die größte katholische Vereinigung des Landes, die Episkopale Konferenz, reagierte ebenfalls mit Unverständnis: Politiker sollten grundsätzlich auf „theologische“ Äußerungen verzichten.
In seiner umstrittenen Rede hatte der Präsident erklärt, ein Mann wie Jesus könne „nicht ohne Liebe existieren“. Er fügte hinzu, Jesus habe „sicherlich Liebe gemacht – vielleicht mit Maria Magdalena“. Der Staatschef ging in seinen Ausführungen noch weiter und behauptete, Jesus sei „umgeben von Frauen gestorben, die ihn liebten, und davon gab es viele“.
Die Kontroverse wiegt in dem südamerikanischen Land besonders schwer, da die meisten Kolumbianer der katholischen Kirche oder anderen christlichen Glaubensrichtungen angehören. Nach biblischer Überlieferung führte Jesus ein Leben in Keuschheit und war nie verheiratet.
Petro selbst wurde in katholischen Schulen erzogen. In der Vergangenheit hatte er sich anerkennend über die Befreiungstheologie geäußert, eine vor allem in Lateinamerika verbreitete theologische Strömung.