Nun wird die Todesstrafe für Luigi Mangione gefordert. Der Grund ist ungewöhnlich.

US-Generalstaatsanwältin Pamela Bondi hat am Dienstag die Bundesanwälte angewiesen, die Todesstrafe für Luigi Mangione zu fordern. Der 26-Jährige wird beschuldigt, den Chef des US-Konzerns UnitedHealthcare, Brian Thompson, im vergangenen Jahr in New York erschossen zu haben.

Bondi begründete in einer Mitteilung des Justizministeriums ihren Schritt als Teil von „Präsident Trumps Agenda zur Beendigung der Gewaltkriminalität und zur Wiederherstellung der Sicherheit in Amerika“ zu fordern. Trump hatte am 20. Januar eine Verordnung unterzeichnet, die das Justizministerium dazu verpflichtet, in Bundesverfahren gegebenenfalls die Todesstrafe zu fordern. Sein Vorgänger, Joe Biden, hatte ein Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene erlassen.

Bislang sollen die Anwälte von Mangione noch keine Stellungnahme dazu abgegeben haben.

Mangione hat sich in den Anklagepunkten des Staates New York wegen Mordes als terroristischer Akt und Waffendelikten nicht schuldig bekannt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung. In New York ist die Todesstrafe für Anklagen des Staates nicht vorgesehen.

Parallel dazu ist Mangione wegen des Mordes an Thompson auf Bundesebene angeklagt. Im Falle einer Verurteilung könnte ihm die Todesstrafe drohen. Er wurde bisher nicht aufgefordert, sich zu den Bundesanklagen zu bekennen.

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