Sensationsfund in den Niederlanden?

Archäologen finden Skelett – Spur führt zu d’Artagnan


Aktualisiert am 26.03.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Der eingesackte Kirchenboden: Ein Archäologe glaubt, hier das Skelett eines Musketiers gefunden zu haben. (Quelle: Piroschka Van De Wouw/reuters)

Bei Bauarbeiten in einer Kirche in den Niederlanden wird ein Skelett entdeckt. Ein Archäologe ist überzeugt: Es handelt sich dabei um die Überreste eines legendären Musketiers.

Ein niederländisches Wissenschaftlerteam hat im Februar in einer Kirche in Maastricht ein mehrere Jahrhunderte altes Skelett gefunden – und geht davon aus, dass es sich dabei um die sterblichen Überreste des legendären Musketiers d’Artagnan handeln könnte. Das berichtete der niederländische Regionalsender „L1nieuws“ am Mittwoch.

Er starb 1673 bei der Belagerung von Maastricht. Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan, wie er mit vollem Namen hieß, gehörte zu den Musketieren des französischen Königs – einer Art militärischen Elite-Einheit. D’Artagnan war bereits zu Lebzeiten eine historische Figur von Rang am Hof Ludwigs XIV., weltberühmt wurde er jedoch erst durch Alexandre Dumas’ Roman „Die drei Musketiere“. In Frankreich gilt d’Artagnan als Nationalheld.

Archäologe Wim Dijkman erklärte „L1nieuws“: „Ich bin Wissenschaftler und werde erst dann bestätigen, dass es sich um d’Artagnan handelt, wenn ich es mit absoluter Sicherheit weiß.“ Sein Team habe deswegen Mitte März eine DNA-Probe in ein Labor in München geschickt. Dort soll die Probe mit der DNA von einem Nachkommen von d’Artagnans Vater verglichen werden.

Trotzdem gebe es viele Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei dem Toten um d’Artagnan handelt. Der Diakon der Kirche, Jos Valke, erklärte: „Er lag unter dem Altar auf geweihter Erde begraben. Im Grab befand sich eine französische Münze aus jener Zeit. Und die Kugel, die ihn tötete, lag auf der Brusthöhe. Genau wie in den Geschichtsbüchern beschrieben. Die Beweislage ist sehr erdrückend.“

Als der Boden in der Kirche im Februar abgesackt war, wurde das Skelett entdeckt. Im Anschluss wurde es Stück für Stück geborgen.

Archäologe Dijkman erklärte, dass es ihm lieber gewesen wäre, bevor die Nachricht publik geworden ist, Sicherheit zu haben. Aber: „Das ist natürlich eine spannende Geschichte über die berühmteste Person, die mit Maastricht in Verbindung steht. Das ist natürlich eine Weltnachricht!“

Momentan sei noch nicht geklärt, was mit dem Skelett als Nächstes passieren soll – ob es etwa ausgestellt wird und in welchem Land. Der Archäologe Dijkman erklärte: „Wir warten erst die Ermittlungen ab, noch etwas Geduld.“

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