Inflationstreiber Tanken

Spritpreise um mehr als ein Drittel gestiegen

13.10.2026 – 10:47 UhrLesedauer: 1 Min.

Benzinpreis: Seit Monaten sind hohe Preise für Kraftstoffe eine Belastung für viele Verbraucher in Deutschland. (Quelle: Sina Schuldt/dpa/dpa-bilder)

Tanken wird zum Preistreiber: Kraftstoffe legten binnen eines Jahres deutlich zu. Der neue Tankrabatt dämpft bisher nur spürbar beim Diesel.

Rekordpreise für Benzin und Diesel haben die Inflation in Deutschland im September auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren getrieben. Kraftstoffe verteuerten sich im September um 37,1 Prozent zum Vorjahresmonat, Heizöl sogar um 74,9 Prozent. Die Ölpreise waren durch den Krieg in Nahost zeitweise über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen.

Deshalb mussten dem Autoklub ADAC zufolge im September mehrfach Rekordpreise für Diesel und Benzin an den Zapfsäulen bezahlt werden: Ein Liter Super E10 kostete im September im Durchschnitt 2,266 Euro und verteuerte sich damit um fast zwölf Cent im Vergleich zum August. Mit 16 Cent legte auch der Preis für einen Liter Diesel erheblich zu und lag im Monatsmittel bei 2,386 Euro. Damit war der September der bislang teuerste Tankmonat.

Tankrabatt kommt bisher nicht vollständig an

Seit dem 1. Oktober bis zum Jahresende gilt ein neuer Tankrabatt – eine Subvention, die bereits im Mai und Juni zum Tragen kam. Das dürfte die Kraftstoffpreise um bis zu 17 Cent je Liter und damit die Inflationsrate um etwa 0,3 Prozentpunkte drücken, erwarten Ökonomen. Jedoch wird der Tankrabatt laut ersten Erhebungen nicht vollständig wiedergegeben: Nach Auswertungen des ADAC kommt die steuerliche Entlastung vor allem beim Diesel zu einem großen Teil bei Autofahrern an. Bei Super E10 sehen die Experten noch eine deutlichere Lücke gegenüber dem rechnerisch möglichen Preisrückgang von rund 17 Cent je Liter.

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