Anschlag auf Bundeswehr-Fliegerhorst?

Ermittler finden Sprengstoff nahe Drohnenteilen


Aktualisiert am 22.09.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Fliegerhorst Wunstorf: Der Standort ist ein wichtiges Drehkreuz der Bundeswehr. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa/dpa-bilder)

Neues Detail im Drohnenfall Wunstorf: Ermittler sind offenbar auf eine verdächtige Substanz in der Nähe der Fundstelle gestoßen. Der Generalbundesanwalt übernimmt.

Nahe dem Bundeswehr-Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen haben Ermittler offenbar Sprengstoff entdeckt. Wie „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR unter Berufung auf Sicherheitskreise berichten, stießen Beamte nur wenige Meter von der bereits bekannten Drohnen-Fundstelle auf verdächtiges Material. Die kriminaltechnischen Analysen seien noch nicht abgeschlossen.

Der Fund hat die Ermittlungen auf eine neue Stufe gehoben: Der Fall liegt inzwischen beim Generalbundesanwalt und dem Bundeskriminalamt. Zuvor hatte das Landeskriminalamt Niedersachsen lediglich einen Gefahrenabwehrvorgang geführt. Eine Sprecherin des Generalbundesanwalts verwies auf laufende Ermittlungen und wollte sich inhaltlich nicht äußern.

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Wunstorf ist ein strategisch wichtiger Bundeswehrstandort

Ein Bauer hatte die zerbrochene Drohne vor gut einer Woche in der Nähe des Fliegerhorsts entdeckt. Ermittler gehen davon aus, dass das Fluggerät dort abgestürzt und in mehrere Teile zerbrochen ist. Besonders brisant: Nach Analyse der Drohne nehmen Fahnder an, dass sie möglicherweise bereits seit zwei Jahren in der Nähe des Militärgeländes lag.

Der Fliegerhorst Wunstorf ist ein strategisch bedeutsamer Standort: Dort ist die A400M-Transportflotte der Bundeswehr stationiert, die weltweit Truppen mit Material versorgt. Der Fund war am Dienstag Thema in der „nachrichtendienstlichen Lage“ im Kanzleramt, an der wöchentlich die Chefs der Sicherheitsbehörden teilnehmen.

Geprüft wird zudem ein möglicher Zusammenhang mit dem Anschlagsversuch auf dem Flughafen Leipzig/Halle vom August. Die Drohne aus Wunstorf soll ähnlich konstruiert sein wie die dort eingesetzten Fluggeräte – mindestens ein Bauteil wurde demnach mit einem 3D-Drucker gefertigt. Für den Leipziger Fall macht die Bundesregierung Russland verantwortlich. Moskau weist das zurück.

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