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Samstag, Juli 2, 2022

Tennis in Paris – French Open: Kerber nach großem Kampf in Runde zwei

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Kerber wirkte anfangs nicht richtig frisch. Die Strapazen die Tiebreak-Thrillers über mehr als drei Stunden im Finale von Straßburg waren der 34 Jahre alten Kielerin deutlich anzumerken. Kerber konnte im gesamten ersten Satz kein Mal ihren eigenen Aufschlag durchbringen und leistete sich viele leichte Fehler. Nach nur 28 Minuten ging der Durchgang mit 6:2 an die Polin.

Doch dann entdeckte Kerber ihr berühmtes Kämpferherz. Im zweiten Satz wurde das dritte Spiel zum Schlüssel. Mehr als zehn Minuten dauerte das Aufschlagspiel von Frech, ehe Kerber das Break gelang. Die ehemalige Weltranglisten-Erste steigerte sich nun, machte vor allem über die Vorhand viele Punkte und holte sich den Satzausgleich.

Doch im dritten Abschnitt kassierte sie sofort wieder ein Break und lief diesem fortan hinterher. Kerber und Frech lieferten sich nun einen packenden Fight mit spektakulären Ballwechseln in Serie. Bei den beiden Matchbällen von Frech behielt Kerber die Nerven und machte wenig später den ersten Zweitrunden-Einzug in Paris seit vier Jahren perfekt.

Petkovic hat noch Spaß am Tennis

Petkovic war nach ihrem Erfolg in Plauderlaune. Im ersten Überschwang sprach sie im Spaß sogar vom Finaleinzug. “Unter dem Titel geht hier gar nichts”, sagte sie scherzend. Der ist für die 34 alte Darmstädterin natürlich noch meilenweit entfernt, doch nach zwei Erstrunden-Niederlagen in den vergangenen beiden Jahren bei ihrem “Lieblings-Grand-Slam” war der Erfolg gegen Dodin schon einmal ein positiver Anfang.

Viele gehen davon aus, dass die aktuelle Saison ihre letzte ist. Doch das ist nicht in Stein gemeißelt. “Es macht mir einfach noch sehr viel Spaß, und vom Tennis her kann ich eben noch mithalten.” Auch deshalb hat das Multi-Talent andere Aktivitäten erst einmal hinten an gestellt. Die ZDF-Reportage hat sie bereits seit längerer Zeit nicht mehr moderiert, auch die Schriftstellerei steht derzeit nicht im Vordergrund. “Tennis ist nach wie vor meine Priorität”, sagte die Hessin. “Wenn ich fit bin, kann ich schon noch mit den Mädels mitspielen und sie sogar ärgern.”

Swiatek weiter, Osaka raus

Topfavoritin Iga Swiatek zog ohne Mühe in die zweite Runde ein. Die Polin siegte gegen Lessia Zurenko aus der Ukraine mit 6:2, 6:0 und feierte damit ihren 29. Sieg in Serie. Letztmals hat die Nummer eins der Welt im Februar in Dubai ein Spiel verloren. Gegen Zurenko unterstrich die 20-Jährige unter dem geschlossenen Dach auf dem Court Philippe Chatrier ihre absolute Ausnahmeform und benötigte nur 54 Minuten für ihren Erfolg.

Unterdessen ist die ehemalige Weltranglisten-Erste Naomi Osaka bereits ausgeschieden. Sie verlor gegen Amanda Anisimova aus den USA mit 5:7, 4:6. Osaka hatte im vergangenen Jahr bei den French Open für Aufsehen gesorgt, weil sie sich wegen mentaler Probleme vor ihrem Zweitrunden-Spiel zurückgezogen hatte. Zuvor hatte die 24-Jährige Depressionen öffentlich gemacht und sich geweigert, mit den Medien zu sprechen. Zuletzt war die Japanerin immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden und hatte im Vorfeld der French Open mit Schmerzen an der Achillessehne zu kämpfen.

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