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Samstag, Oktober 1, 2022

Stefan Effenberg: “Ohne die Bayern hätte Deutschland ein Problem”

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Deutschland braucht den starken Bayern-Block

Er wird bei der Nationalelf wieder auf einige Bayern-Profis treffen. Die haben jetzt nach der Niederlage in Augsburg die Chance, sich ein Erfolgserlebnis zu holen und erneut anzugreifen. Die Nationalmannschaft war schon immer dann erfolgreich, wenn es auch einen starken Bayern-Block gab.

Dazu musst du eine gesetzte Achse haben. Da brauchst du neben Neuer im Tor sowie Kimmich und Goretzka im Mittelfeld vor allem auch zwei verlässliche Innenverteidiger. Alles andere drumherum kann man auch mal wechseln.

Das Zusammenspiel von Goretzka und Kimmich hat mich schon beim Tripletriumph 2020 mit Bayern beeindruckt. Es sind zwei unterschiedliche Spielertypen, die sich perfekt ergänzen. Ilkay Gündogan ist in der Offensive nicht ganz so präsent wie Goretzka, der da vor allem auch bei Standards noch seine Physis einbringt und immer Gefahr ausstrahlt.

Die DFB-Elf ist das beste europäische Team

Es soll und muss der Anspruch sein, um den WM-Titel mitzuspielen. Die französische Mannschaft spielt nicht so gut, wie von vielen dargestellt wird. Für mich ist die DFB-Elf das beste europäische Team. Ich sehe sie vor Frankreich, Spanien oder England. Zu meinen Topfavoriten gehören – gerade unter den Bedingungen in Katar – Argentinien und Brasilien.

Ein Schlüsselspieler wird Jamal Musiala sein, der einen großartigen Saisonstart hingelegt und bei Bayern den Sprung zum Stammspieler geschafft hat. Schon bei der EM war er es, der den Unterschied ausgemacht hat, sobald er reinkam. Dass er ein Ausnahmespieler ist, hat er bei Bayern schon bewiesen und dadurch automatisch jetzt auch in der Nationalelf einen berechtigten Anspruch auf einen Stammplatz.

Wir können sehr froh sein, dass wir ihn haben. Die WM könnte sein Turnier werden, bei dem er den nächsten Schritt zum Superstar macht. Er ist erst 19 und wird körperlich noch zulegen – bei ihm wird noch viel mehr kommen.

Qual der Wahl in der Offensive

Leroy Sané wurde 2018 kurzfristig noch von Löw aus dem WM-Kader gestrichen. Eine bittere Erfahrung, aber vielleicht auch eine, nach der er gesagt hat: “Ok, was muss ich ändern an meinem Spiel und dem Drumherum, um ein entscheidender Spieler in der Nationalmannschaft zu sein?”

Da ist er jetzt auf einem sehr guten Weg, wenn man seinen Saisonstart und vor allem seine Auftritte in der Champions League sieht. In der Offensive wird Flick die Qual der Wahl haben – auch wenn er keinen Mittelstürmer in seinem Kader hat, was schon eine Schwachstelle bei so einem Turnier ist.

Thomas Müller (l.): Der Profi des FC Bayern will sich den Traum vom Gewinn seines zweiten WM-Titels verwirklichen. (Quelle: IMAGO/Moritz Mueller)

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