7.2 C
München
Samstag, Oktober 1, 2022

Fußball: Russland bestreitet erstes Länderspiel seit Kriegsbeginn

Muss lesen

Das zeigt auch der jüngste Beschluss des Uefa-Exekutivkomitees, in dem übrigens nach wie vor der Russe Alexander Djukow sitzt. Das Exko verkündete am Dienstag zwar, dass Russland nicht an der Auslosung der Qualifikation zur EM 2024 in Deutschland teilnehmen darf, Belarus als wichtigster Verbündeter des Putin-Regimes wird bei der Ziehung der Gruppen am 9. Oktober in Frankfurt/Main dagegen dabei sein.

Bei der Bundesregierung stößt dieses Vorgehen auf Unverständnis. Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte vor der Exko-Sitzung in einem Brief an Uefa-Präsident Aleksander Ceferin einen Bann für Belarus gefordert. Faeser verlangte vergebens, dass “auch Belarus als wesentlicher Unterstützer der russischen Führung von allen internationalen Fußballspielen und -turnieren ausgeschlossen werden” solle.

Auch WM-Teilnehmer Iran will gegen Russland spielen

Einen weiteren Brief mit prominentem Absender erhielt Ceferin am Dienstag. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete sich schriftlich, nachdem er am Tag zuvor bei einem Telefonat mit dem Uefa-Boss über eine Hilfe des Verbandes hinsichtlich der Freilassung von gefangenen ukrainischen Sportlern gesprochen hatte. In seinem Schreiben bedankt sich Selenskyj bei der Uefa unter anderem für den Ausschluss der Russen und das Ende der Zusammenarbeit mit Ex-Sponsor Gazprom.

Doch aus der Ukraine kommen derzeit auch andere Stimmen. Solche nämlich, die nicht verstehen können, wie WM-Teilnehmer Iran für ein Testspiel gegen die Russen im November zugesagt hat.

Noch ungläubiger blickt die ukrainische Öffentlichkeit aber nach Bosnien-Herzegowina. Schließlich soll es kurz vor der WM in St. Petersburg eine Partie zwischen Russland und der Auswahl des Balkanlandes geben. Das ukrainische Idol Andrej Schewtschenko hat die Bosnier bereits zu einem Boykott aufgefordert.

Ob der Appell wirkt, muss sich zeigen. In Kirgistan wird am Samstag jedenfalls gespielt – und die Welt muss einen Blick riskieren.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Neuesten Nachrichten