Münchner Baustellensommer
Sperrung in der Innenstadt trifft mehrere Tramlinien
Aktualisiert am 03.07.2026 – 10:28 UhrLesedauer: 3 Min.
Ab Montag, erneuert die MVG Weichen in der Sonnenstraße. Mehrere Tramlinien fahren dann wochenlang auf geänderten Strecken.
Für die von Baustellen geplagte Stadt kommt nun eine weitere Maßnahme hinzu: Die Weichenerneuerung in der Sonnenstraße. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) teilte am Freitag (3. Juli) mit, dass ab Montag bis zum 31. Juli Straßenbauarbeiten stattfinden. Neben der Weichen soll auch die dortige Ampelanlage erneuert werden.
Von den Baumaßnahmen an der Sonnen- und Schwanthalerstraße sind mehrere Tramlinien betroffen, die während dieses Zeitraums auf anderen Strecken fahren. Teilweise fahren an ihrer Stelle auch Ersatzbusse.
Baustellen in der Innenstadt: Diese Linien sind betroffen
Die Trasse zwischen Sendlinger Tor und Stachus, die in der Mitte der mehrspurigen Sonnenstraße verläuft, ist eine wichtige Verkehrsader im ÖPNV-Netz und wird von mehreren Linien benutzt. Hier eine Übersicht, welche Linien wie betroffen sind:
- Unterbrechung der Tramlinien 16 und 17:
Keine Fahrt zwischen Stachus und Sendlinger Tor. Die Linie 16 pendelt zwischen Amalienburgstraße und Stachus, die Linie 17 fährt vom Romanplatz nur bis Stachus. Vom Stachus fahren beide Linien in nördlicher Richtung zum Petuelring (als Linie 27) oder zum Scheidplatz (als Linie 28) weiter. Wer in den Osten der Stadt (Richtung St. Emmeram) will, muss zum Sendlinger Tor laufen. Dort fahren die Linien 17 und 18 ab der Wendeschleife (Haltepunkt 5) weiter. - Unterbrechung der Tramlinie 18: Hier ist ab Hauptbahnhof Schluss. Die Züge fahren auf zwei verschiedenen Abschnitten: Zwischen Gondrellplatz und der Hochschule München sowie zwischen Sendlinger Tor und Schwanseestraße. Wer am Sendlinger Tor aussteigen muss, soll am Hauptbahnhof in die U-Bahnlinien U1 und U2 umsteigen.
- Tramlinien 27 und 28: Fahren nicht zum Sendlinger Tor. Ab Stachus setzen sie ihre Fahrt als Tramlinie in Richtung Nymphenburg fort.
- Ersatzbus 16: Fahrgäste können den Ersatzbus zwischen Lenbachplatz, Stachus und zum Sendlinger Tor benutzen. Der soll alle zehn Minuten fahren. Die MVG weist allerdings daraufhin, dass der Weg innerhalb von acht bis zehn Minuten fußläufig erreichbar ist. Wer nicht körperlich eingeschränkt ist, spart mit dem Fußweg zum Sendlinger Tor also Zeit.
- Verkürzte Nachtlinien N17 und N28: Wie die tagsüber fahrende Linie 17 fährt auch die Nachtlinie bis zum Stachus und dann weiter als N27 zum Petuelring. Dabei werden die Pinakotheken und der Kurfürstenplatz bedient. Die Haltestelle am Hauptbahnhof entfällt. Für die Strecke zwischen Stachus und Max-Weber-Platz über das Isartor und den Effnerplatz fährt der Ersatzbus N17. Zur Großhesseloher Brücke fährt ab Stachus über den Ostfriedhof ebenfalls der Ersatzbus N27.
Komplizierte Streckenführung im Münchner Baustellensommer
Für die Münchner heißt das zum Beispiel: Wer etwa vom Westend oder aus Nymphenburg mit der Tram Richtung Isar zur Reichenbachbrücke (Haltestelle Fraunhoferstraße) fahren will, muss umdisponieren. Auch für Fahrgäste, die von Schwabing zur anderen Isarseite Richtung Lehel, nach Haidhausen oder Richtung Glockenbach möchten, ist am Stachus Schluss.
Wer es sich einfach machen will, sollte für den Bereich Stachus, Sendlinger Tor, Max-Weber-Platz und zum Lehel auf die U-Bahn umsteigen und den Rest zu Fuß oder mit der S-Bahn zurücklegen. Das empfiehlt auch die MVG.
In München ist der Verkehr aktuell durch mehrere Großbaustellen beeinträchtigt: Der Verkehr an der Landshuter Allee ist stellenweise einspurig, weil eine Brücke saniert werden muss. Weiter südlich hat die Teilsperrung des Luise-Kiesselbach-Tunnels Verkehrschaos verursacht. Zeitgleich sind die U-Bahnlinien U3 und U6 zwischen Sendlinger Tor und Implerstraße aufgrund von Baumaßnahmen unterbrochen.
