
Nach acht Jahren
SPD-Politiker Mehmed König tritt aus Partei aus
17.11.2025 – 20:11 UhrLesedauer: 1 Min.
Mehmed König hat seinen Parteiaustritt bei den Sozialdemokraten erklärt. Mehrere Gründe haben ihn zu diesem Schritt bewogen.
Der Berliner SPD-Politiker Mehmed König hat seinen Austritt aus der Partei angekündigt. König war Co-Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft SPDqueer Berlin und Mitglied des Landesvorstands der SPD Berlin.
In einer Mitteilung begründet König seinen Schritt mit mehreren politischen Differenzen. Er kritisiert den Umgang mit Palästina-solidarischen Stimmen, die Migrationspolitik der „Abschottung“ auf europäischer Ebene und die zögerliche Haltung zur Frage eines AfD-Verbots.
Mehmed König teilte mit: „Mein Austritt ist kein spontaner Schritt, sondern das Ergebnis eines langen, ehrlichen Abwägungsprozesses.“ Der Austritt falle ihm nicht leicht. „Doch ich kann mich nicht mit einer Partei identifizieren, deren Praxis sich immer weiter von den Grundwerten entfernt, die mich einst überzeugt haben“, so seine Worte. Er gehe ohne Groll, aber mit Klarheit.
Zu seiner politischen Zukunft äußerte sich König gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Ich möchte es mir noch offen lassen, wohin die Reise nun für mich weitergeht.“ Er fügte hinzu: „Ich tendiere persönlich aber sehr stark zu den Linken. Ich bin von der Politik, deren Stil und Spitzenkandidatin für Berlin, Elif Eralp, sehr begeistert.“
König kam 1993 als Kriegsflüchtling aus Bosnien und Herzegowina nach Deutschland und war nach eigenen Angaben acht Jahre Mitglied der SPD.