NSDAP-Vergleich
SPD droht nach Post von CDU-Mann mit Koalitions-Aus
Aktualisiert am 16.04.2026 – 15:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Social-Media-Beitrag eines CDU-Manns sorgt in Magdeburg für Wirbel. Die SPD deutet ein Ende der Regierungsallianz an.
Wenige Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht die sozialdemokratische Fraktionschefin Katja Pähle die Koalition aus CDU, FDP und SPD vor einer „schweren Belastungsprobe“.
Anlass für den Unmut bei den Sozialdemokraten ist ein Post des CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Räuscher auf der Plattform X. In dem inzwischen gelöschten Eintrag hatte Räuscher nach einem Bericht des Lokalblatts „Mitteldeutsche Zeitung“ geschrieben, die SPD sehe sich „als xxxAP Arbeiterpartei“. Mit der verfremdeten Abkürzung spielte Räuscher augenscheinlich auf die NSDAP an.
Pähle sagte, Räuschers Vergleich treffe sie schwer, weil die Rolle der Sozialdemokratie im Dritten Reich unbestritten sei. „Und deshalb ist das wirklich etwas, was wir auch nicht so leicht zu den Akten legen können.“ Wenn Räuscher Bedarf habe, über die Geschichte zu reden, könne man das tun. Die SPD war 1933 von den Nationalsozialisten verboten worden.
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Der CDU-Mann löschte den Eintrag später und entschuldigte sich mit einem Post. Sein Beitrag sei falsch formuliert gewesen und habe eine falsche Wirkung entwickelt, erklärte der Abgeordnete. „Das bedauere ich.“
