Von 21 auf 10 Prozent

Bericht: Spanien will Mehrwertsteuer für Benzin senken

20.03.2026 – 10:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Tankstelle in Spanien: Die Regierung plant Maßnahmen zur Preissenkung von Kraftstoffen und Strom. (Quelle: IMAGO/Joko/imago)

Der Krieg im Iran treibt weltweit die Preise für Öl, Kraftstoffe und Strom in die Höhe. Nun reagiert die die spanische Regierung.

Spanien will einem Medienbericht zufolge angesichts stark gestiegener Ölpreise infolge des Iran-Kriegs die Steuern auf Kraftstoffe und Strom deutlich senken. Die Regierung plane, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 21 auf zehn Prozent zu reduzieren, berichtete der Radiosender SER am Freitag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Zudem solle die Verbrauchssteuer auf Kohlenwasserstoffe ausgesetzt werden. Dies würde zu einer sofortigen Preissenkung bei Diesel und Benzin um 30 bis 40 Cent pro Liter führen.

Dem Bericht zufolge soll auch eine fünfprozentige Steuer auf den Stromverbrauch wegfallen. Ein Regierungssprecher lehnte eine Stellungnahme auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters zunächst ab. Für 11 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt, auf der die Maßnahmen verkündet werden könnten.

Mehrere Minister hatten Anfang der Woche erklärt, die Maßnahmen würden auch Hilfen für die von der Krise am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige umfassen. Sie fügten jedoch hinzu, dass die spanische Wirtschaft wegen des hohen Anteils an erneuerbaren Energien weniger anfällig für die Auswirkungen stark steigender Ölpreise sei.

Spaniens Notenbankchef Jose Luis Escriva mahnte zur Umsicht bei Zuschnitt und Dauer der Maßnahmen: „In Situationen dieser Art müssen die ergriffenen Maßnahmen sehr klar definiert sein, um die am stärksten betroffenen Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft zu schützen“, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur EFE.

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