Influencer dankt für „krasses Signal“

Solidarität mit Ofarim-Opfer: Spendenflut für Markus W.


06.03.2026 – 16:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Gil Ofarim: Er ist der diesjährige Dschungelkönig. (Quelle: IMAGO/Matthias Gränzdörfer)

Nach Gil Ofarims Dschungelkrönung sammelte ein YouTuber Geld für den einst fälschlicherweise beschuldigten Hotelmitarbeiter Markus W. – mit großem Erfolg.

Im Jahr 2021 beschuldigte Gil Ofarim einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels öffentlich, ihn aus antisemitischen Gründen abgewiesen zu haben. Die Vorwürfe erwiesen sich als erfunden. Markus W., der Mann hinter den Anschuldigungen, trug die Folgen dieser Jahre mit sich.

Als Ofarim im RTL-Format „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ erneut über den Fall sprach, dort mit Andeutungen Zweifel an seiner Schuld schürte und schließlich sogar die Sendung gewann, startete Influencer Sanijel Jakimovski eine Spendenaktion für Markus W. Das Ergebnis zeigte er auf Instagram: 20.635 Euro kamen zusammen, die am Montag vollständig an Markus W. überwiesen wurden.

Jakimovski hatte die Aktion Mitte Februar ins Leben gerufen. Insgesamt gingen 972 Spenden von 930 verschiedenen Menschen ein, manche beteiligten sich mehrfach. Der Durchschnittsbetrag lag bei 21,23 Euro, viele überwiesen auch nur einen oder zwei Euro. Knapp 70 Prozent der Beiträge stammten von Frauen. Jakimovski schrieb auf Instagram: „Aber egal, ob ein Euro oder 100 Euro – jeder einzelne Cent war ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit.“ Und weiter: „Danke für dieses krasse Signal!“

Markus W. selbst kündigte an, einen Teil des Geldes weiterzuspenden. Begünstigt werden sollen die Organisation „HateAid“, die sich gegen Hass im Internet einsetzt, sowie der Leipziger Verein „Minilöwen“, der Früh- und kranke Neugeborene unterstützt. Einen weiteren Teil möchte er nach eigenen Angaben für „Zeit für mich und meine Familie, die zu jeder Zeit an meiner Seite stand“ nutzen.

Über Jakimovski wandte er sich an seine Unterstützer: „Richte den lieben Menschen, die dazu beitragen, bitte viele herzliche Grüße aus. Ich bin unendlich dankbar für den Zuspruch und weiß das sehr zu schätzen.“

Schon zuvor hatte er in einem Interview mit der „Zeit“ deutlich gemacht, dass ihn Ofarims Aussage im Dschungelcamp zu schaffen machten. Dort deutete er etwa an, dass er nicht freiwillig gestanden habe und sprach von fehlenden Sequenzen in einem Überwachungsvideo, das ihn belastet. „Nun aber machte Herr Ofarim zweifelhafte Andeutungen. Das wirkt für mich sehr befremdlich, es ärgert mich massiv und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?“, hatte Markus W. in dem Gespräch geklagt.

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