Beschlossen

Social Media: EU-Experten für Zugangsbeschränkung bis 13 Jahre

13.07.2026 – 11:04 UhrLesedauer: 1 Min.

Smartphone-Nutzung (Symbolbild): Jugendliche müssen sich auf Änderungen einstellen. (Quelle: Annette Riedl/dpa)

Von der Leyen hatte sie beauftragt, nun liegen die Ergebnisse vor. EU-Experten fordern strenge Social-Media-Regeln für Kinder unter 13 Jahren.

Von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beauftragte Experten empfehlen, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 13 Jahren in allen Mitgliedsländern zu beschränken. Die Nutzung sozialer Medien und anderer digitaler Dienste sollte bis zu dieser Altersgrenze nur unter Aufsicht der Eltern oder in einem pädagogischen Kontext sowie zeitlich begrenzt erfolgen, heißt es in einem in Brüssel vorgestellten Bericht.

EU-Länder planen Verbote

Zahlreiche EU-Länder planen bereits eigene Social-Media-Verbote, darunter Dänemark, Spanien, Griechenland und Frankreich. In Deutschland hat sich ein Expertengremium für eine EU-weite Lösung ausgesprochen, Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will bis Jahresende aber auch einen eigenen Gesetzentwurf vorlegen. Die deutschen Experten hatten zu einem Verbot für Kinder unter 13 Jahren oder zu Beschränkungen für einzelne Dienste je nach Risiko geraten.

Jedes EU-Land kann theoretisch ein eigenes Mindestalter festlegen, für die Umsetzung ist aber ohnehin die EU-Kommission zuständig. Sie überwacht die großen Onlinedienste wie Instagram, Tiktok und Snapchat, nur sie kann die Konzerne zu Änderungen zwingen und bei Verstößen Bußgelder verhängen.

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