
Energiesparen
Spart die Start-Stopp-Automatik wirklich Sprit?
Aktualisiert am 23.11.2025 – 08:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Start-Stopp-Automatik soll Sprit sparen, indem der Motor sich im Stand abschaltet. Dabei gibt es aber einiges zu beachten – denn Fehler können teuer werden.
Längst sind fast alle Neuwagen mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestattet. Die Hersteller versprechen ihren Kunden, damit den Verbrauch des Autos zu senken. Stimmt das?
Die Start-Stopp-Automatik schaltet den Verbrennungsmotor automatisch ab, wenn das Fahrzeug steht – und startet ihn wieder, wenn der Fahrer das Gaspedal betätigt. Wie das genau funktioniert, ist von Getriebe zu Getriebe unterschiedlich – ebenso wie die Ersparnis. Laut ADAC sind jedoch Kraftstoffeinsparungen zwischen zehn und 15 Prozent möglich. Vor allem im Stadtverkehr kann die Automatik helfen, Sprit zu sparen, da es hier naturgemäß häufiger zu kurzen Stopps kommt als auf langen Überlandfahrten.
Die tatsächliche Ersparnis hängt bei jedem einzelnen Auto von etlichen Faktoren ab. Zur Orientierung:
Durch die Kraftstoffeinsparungen zwischen zehn und 15 Prozent kann Start-Stopp demnach jährlich einen höheren dreistelligen Betrag einsparen.
Im Gegensatz zum kompletten Abschalten des Motors bleibt bei der Start-Stopp-Automatik die Bordelektrik aktiv – und mit ihr auch Komfortfunktionen wie Sitzheizung, Radio oder Klimaanlage. Das System wird nur aktiv, wenn der Kraftschluss zwischen Getriebe und Motor (Übertragung der Antriebskraft vom Motor zum Getriebe) unterbrochen ist. Das bedeutet, dass bei Schaltgetrieben gekuppelt und bei Automatikgetrieben gebremst werden muss.
Es gibt Situationen, in denen die Start-Stopp-Automatik nicht reibungslos greift. Je nach Fahrzeugmodell und Hersteller kommen unterschiedliche Ursachen in Betracht:
Es kommt vor, dass Autofahrer die Automatik abschalten, doch der ADAC warnt davor. Im schlimmsten Fall kann dadurch die Betriebserlaubnis erlöschen. Das Auto darf dann nicht mehr fahren. Außerdem droht Ärger mit der Versicherung bis hin zu Regressforderungen von bis zu 5.000 Euro.