22 Millionen Mitglieder betroffen
ADAC plant wohl massiv höhere Beiträge
Aktualisiert am 24.03.2026 – 15:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Die „Gelben Engel“ könnte deutlich teurer werden: Laut einem Medienbericht plant der ADAC eine massive Anhebung der Mitgliedsbeiträge. Betroffen sind Millionen Autofahrer. Besonders für Premium-Mitglieder könnte es kostspielig werden.
Der ADAC plant wohl die größte Beitragserhöhung seiner Geschichte. Nach Informationen der „Welt” sollen die Preise für die über 22 Millionen Mitglieder im Durchschnitt um rund 20 Prozent steigen. Die Entscheidung darüber soll auf der Hauptversammlung am 23. Mai fallen.
Sollten die Erhöhungen wie geplant beschlossen werden, treten die neuen Preise ab dem Jahr 2027 in Kraft. Besonders deutlich fällt das Plus für Premium-Nutzer aus:
Zwar bestätigte eine Sprecherin des ADAC die konkreten Zahlen nicht, sie wies jedoch auf sechs Jahre ohne Beitragserhöhung bei gleichzeitig stetig steigenden Kosten hin. Vor allem die Ausgaben für Personal, Energie, Ersatzteile sowie Abschlepp- und Werkstattleistungen belasten den Verein.
Um die Qualität der Pannenhilfe stabil zu halten, wurden demnach im Jahr 2025 rund 180 neue Straßenwachtfahrer eingestellt. Darüber hinaus sollen die Leistungsgrenzen, etwa für Mietwagen oder Übernachtungen, an die gestiegenen Marktpreise angepasst werden.
Trotz des Mitgliederwachstums auf zuletzt 22,7 Millionen ist der Schritt intern umstritten. Der Club rechnet infolge der Preiserhöhung mit einer fünfstelligen Zahl an Kündigungen. Bereits Anfang des Jahres hatte der Verein rund 60.000 Mitglieder verloren, nachdem der inzwischen zurückgetretene Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand mit Äußerungen zu höheren Spritpreisen für Unmut gesorgt hatte.
Zudem gibt es innerhalb des Vereins Diskussionen über die künftige Ausrichtung. Einige Ortsclubs kritisieren eine zu einseitige Fokussierung auf die Elektromobilität, während der Vorstand seine Neutralität gegenüber allen Antriebsarten betont.
